28. April 2013

FAHRBEREITSCHAFT & Gallery Weekend


Das Wochenende ist schlicht weg zu kurz. Das Gallery-Weekend endet heute Abend, die meisten Galerien werden aber ihre Kunst für mindestens drei weitere Wochen zeigen. Eine Attraktion wird heute Abend ihre Türen jedoch wieder schließen und nur nach Vereinbarung für Besucher öffnen: die 'FAHRBEREITSCHAFT' in Berlin Lichtenberg, Herzbergstraße 40-43. Das Sammler-Ehepaar 'Barbara und Axel Haubrok' hat Anfang des Jahres das etwa 18.000 qm große Gelände erworben und an diesem Wochenende wird Einweihung gefeiert. Wo zu DDR-Zeiten die Abteilung 'Verkehr' des ZK der SED ansässig war, soll nun ein Ort der Kunst entstehen. In den Gebäuden haben noch einige Betriebe ihren Sitz, nun sind auch Ateliers und Werkstätten für Künstler geplant. Die Gebäude sind seit den 1950er Jahren nicht renoviert, ein Rundgang durch die Gemäuer lässt ahnen, wie es hier früher zuging. Das Gelände war ein Hochsicherheitstrakt. Von hier wurden Besucher des 'kapitalistischen' Auslands mit PKWs und Bussen durch die DDR gefahren. Die 'Fahrbereitschaft' hatte an diesem abgeschiedenen Ort Garagen, Werkstätten, aber auch einen Speisesaal, Großküche, Kegelbahn und sogar eine Sauna. Die Menschen lebten und arbeiteten hier hinter Stacheldraht... Der Geruch in den Gebäuden, das Heruntergekommene, die Stimmung, die auf dem Gelände herrscht – schon das ist Kunst. Ich habe versucht, dies auf meinen Fotos fest zu halten. Im Rahmen des Gallery-Weekends könnt Ihr noch bis 19.00 Uhr zwei Kunstprojekte auf dem Gelände ansehen. Unter dem Titel 'abstrakt' in der ehemaligen Lagerhalle werden hauptsächlich malerische Positionen gezeigt, im 'Kasino' Exponate der Amsterdamer Galerie 'art & project' ausgestellt. Mehr Informationen dazu findet Ihr hier











Collage von Imi Knoebel
Rodney Graham/Fond des Boites Fantaisie
'Wolfgang Tillmanns'/Blushes


Acryl auf Acrylglas/Imi Knoebel

Silverdeposit auf Leinwand 'Jacob Kassay'






Auf dem Weg von Lichtenberg nach Schöneberg: Galerie 'Capitain Petzel GBR', Karl-Marx-Allee 45. Noch bis zum 18.06.2013 könnt Ihr die erste Einzelausstellung von Maria Lassnig bestaunen, einer 'Grand Dame' der Kunstszene. 1919 geboren, lebt und arbeitet Lassnig nach Aufenthalten in Paris und New York jetzt in Österreich. Die Galerie zeigt 11 großformatige Gemälde, die in den letzten drei Jahren entstanden sind. Die Künstlerin befasst sich mit den Geschlechterrollen in der für sie charakteristischen Farbigkeit vor monochromen Hintergrund.
Die Galerieräume sind ebenfalls sehenswert. Der sozialistische Glasbau zieht seine Besucher förmlich hinein... 















































































Unterwegs in Berlin...



'JR's Artwork near Potsdamer Platz'









... zur Potsdamer Straße 65 in die 'LSD Galerie':

Kunst von 'Cornelia Renz'


26. April 2013

Werner Aisslinger - Home of the Future




Dieses Wochenende steht im Zeichen der Kunst. In Berlin findet ab heute Abend das 'Gallery Weekend' statt. 51 Galerien warten auf den Ansturm der Sammler und Kunstbummler. 
Im Süden Berlins ging es heute Morgen noch recht ruhig zu. Das 'Haus am Waldsee' stellt unter dem Titel 'Home of the Future' den Produktdesigner und Künstler 'Werner Aisslinger' aus. Noch bis zum 9. Juni 2013 könnt Ihr Aisslingers Interpretationen zum Haus des 21. Jahrhunderts bestaunen. Die ehemalige Industriellenvilla empfängt Euch bunt verpackt in hochwertigen Möbelstoffen. Davor parkt wie zufällig ein ebenso verhüllter Sportwagen. Upcycling, Aufwertung eines gebrauchten Gegenstandes durch eine neue Hülle oder eine alternative Dämmung? Es sieht auf jeden Fall gut aus. Folien vor den Fenstern tauchen die Räume des Hauses in farbiges Licht. Aisslinger geht es um Materialien, um Formen, um das Wohnen im Zeitalter sich wandelnder Bedürfnisse und Lebensformen. Er verwandelt Materialien aus der Autoindustrie, der Medizin und Biowissenschaften in Möbel, er macht sich Gedanken um die Zukunft: Im Erdgeschoss beschreibt ein Küchenlabor mit lebenden Mini-Welsen und Goldfischen, Tomatensträuchern und Pilzkulturen einen Ort der Lebensmittelproduktion, ein Badezimmer aus Nebelfängerstoffen zeigt, wie der beim Duschen entstehende Wasserdampf zum Wässern der Grünpflanzen genutzt werden kann. Die 'Chair Farm' ist eine geniale Installation: Eine Weidenpflanze scheint in einem Metallgerüst in Stuhlform gewachsen zu sein. Eine Anspielung auf unsere gentechnisch veränderte Welt. Vielleicht kaufen wir später unsere Stühle als Samenmischung? Im ersten Stock des Hauses könnt Ihr Objekte sehen, die durch Aisslingers Beschäftigung mit ungewöhnlichen Grundmaterialien entstanden sind, als Resultate des Materialtransfers: Stühle, Sessel, Vasen, 3D-Gebilde. Aisslingers Experimentierfreude kommt in dieser Ausstellung sehr deutlich zum Ausdruck...

Informationen zur Ausstellung und Öffnungszeiten des Hauses am Waldsee findet Ihr hier.










Seit 2007 steht im Garten des Hauses der 'Loftcube', den Aisslinger für die Flachdächer der Metropolen erdacht hat und den Ihr im Rahmen dieser Ausstellung besichtigen könnt. Etwa 40 qm Wohnfläche Wohnen, Bad und Küche in einem Raum, Glas und Holzlamellen als Sicht- und Sonnenschutz... Sehr schön.





24. April 2013

Fotos auf Alu-Dibond



Schon lange wollte ich schon mal eins meiner Fotos auf Alu-Dibond drucken lassen. Nach der Recherche im Internet entschied ich mich für 'Poster XXL'. In Photoshop bearbeitete ich zuerst meine Strand-Fußball-Szene aus Maputo, lud das Motiv auf die Plattform von Poster XXL, nachdem ich Format und Qualität festgelegt hatte und schickte die Bestellung ab. Ich wählte ein Panorama-Format: 100 x 25 cm im Direktdruck. Dazu bestellt habe ich noch das Aufhängesystem. Nach vier Tagen kam das Ergebnis per Post und ich war wirklich begeistert – bin es immer noch! Super Druck, scharfe Details und eine wunderschöne matte Oberfläche. Heute schickte Poster XXL einen Newsletter mit dem aktuellen Angebot: Bis heute Nacht um 23.59 Uhr gibt es auf alle Bestellungen (ab 40,00 €) 40% Rabatt – wegen des 4:0-Sieges von Bayern München  gegen Barcelona gestern in München. Mein Fußball-Motiv passt ja...






15. April 2013

Strandbad Wannsee Berlin



Endlich Frühling in Berlin! Gestern zog es die Berliner in die Parks, in die Cafés, in den Wald oder wie uns – an einen der vielen Seen dieser Stadt.  Wer Berlin nicht kennt, weiß nicht, dass die Stadt 51,7 qkm Wasserfläche besitzt.  Das sind über 7 % des Stadtgebiets. Im Südwesten Berlins, angrenzend an den Grunewald liegt der Wannsee und das dazu gehörige 'Strandbad'1200 m Sandstrand mit einer Breite von 50-80 m, Strandkörbe mit gelben und blauen Streifenbezügen, viel Platz zum Spielen und Sport treiben. 
Nachdem man das Drehkreuz am Eingang passiert und die Treppen zum Strand erreicht hat, eröffnet sich der Blick auf das weite Gewässer – Segelboote und Ausflugsschiffe in der Ferne... Die massiven, mit gelben Klinkern gemauerten Gebäude, die Ende der 1920er Jahre von den Berliner Architekten Richard Ermisch und Martin Wagner entworfen wurden, dominieren den Strand. Damals im Stil der Neuen Sachlichkeit gebaut, reihen sich die vier zweigeschossigen Hallen, von Norden nach Süden aneinander – verbunden durch einen vorgelagerten Wandelgang mit geschlossener Decke. Die Dächer als Sonnenterrassen erdacht, sahen gestern noch recht verlassen aus. 
Ein Teil der Gebäude wurde im Laufe der letzten Jahre renoviert, doch leider fehlt das Geld, um das Strandbad komplett zu sanieren. Was wäre für eine Perle aus diesem Ort zu machen... Das ehemalige Lido-Restaurant verfällt, die nackten Stahlträger ragen traurig in die Luft, Moos wächst über die einstmals herrschaftlichen Treppen. Auf den gestern entstandenen Fotos ist  gut zu erkennen, dass aber gerade das Marode, das Verfallene, den Charme dieses Ortes ausmacht. Ein skurriles Zusammentreffen von Geschichte und Berliner Bäderbetrieb – Imbiss und Strandkorb-Verleih inklusive. Freut Euch mit mir an den Bildern und fahrt hinaus zum Wannsee. Urlaubsgefühl mit Coolnessfaktor garantiert!




















Auch schön.

Das Montagsmöbel #59 – Barrique Möbel

Foto: Magnus Mewes Heute möchte ich Euch Möbel aus alten Eichenfässern (Barrique) vorstellen.  Die Idee des Designers   Magnus Mewes ...

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