25. September 2013

Panama – Werkstatt für handbedruckte Stoffe



In ihren Atelier- und Ladenräumen in der Tucholskystraße in Berlin-Mitte entwirft und realisiert die Textildesignerin Sabine Dittmer individuelle Stoffkollektionen. Seit über zehn Jahren stellt sie im Siebdruckverfahren Stoffe her, gestaltet Bilder, Tapeten, Accessoires oder Kissenbezüge nach Wünschen und Vorstellungen der Kunden. Materialien und Farben kann man vor Ort auswählen. Am großen Arbeitstisch entstehen anschließend Unikate in vielen Farben, Formen und Größen...

Mehr zu Panama Berlin, der Werkstatt für handbedruckte Stoffe, erfahrt Ihr hier.









23. September 2013

Berliner Pfefferturm

Wie oft habe ich den Berliner 'Pfefferturm' schon verschenkt. An Freunde, die aus Berlin wegzogen zur Erinnerung an die Heimat, an Berlinliebhaber, die genau so auf den Turm stehen wie ich, als Mitbringsel, mal in klein (30cm), mal in groß (50 cm). Der Pfefferturm der Hamburger Firma 'I Love Gifts' wird aus Gummibaum-Holz gefertigt und ist sehr dekorativ. Um die Pfefferkörner einzufüllen, wird der Turm einfach auseinander geschraubt, durch das Drehen der Kugel wird der Pfeffer gemahlen... Schön.




16. September 2013

Das Montagsmöbel #32 – Neonstuhl



In unserem Treppenhaus gibt es einen kleinen Vorsprung, eine tote Ecke. 'Da muss etwas hin' oder 'Ein idealer Platz für Kunst', sagen alle, die zum ersten Mal die Treppe hinauf gehen. Jetzt steht dort der kleine Neonstuhl. Das Montagsmöbel #32, ein Fundstück von der Straße. Genau genommen hat Chris, der einen 'Trödelladen' betreibt, dieses alte Schul-Stühlchen zum Mitnehmen auf die Straße gestellt und ich habe es mitgenommen. Es sah wirklich traurig aus – der Lack abgeplatzt und die Sitzfläche ziemlich kaputt...
Schon vor langer Zeit hatte ich eine Dose Neonlack gekauft. Jetzt endlich kam sie zum Einsatz, nachdem die Sitzfläche neu gespachtelt und alles angeschliffen war. Habt Ihr schon mal Neonlack benutzt? Ich auch nicht. Deshalb brauchte ich auch gleich eine zweite Dose. Mein Vorhaben, mal eben den Stuhl umzugestalten gestaltete sich mehr als schwierig, denn der Lack deckte überhaupt nicht. Erst nachdem der ganze Stuhl weiß vorlackiert war. Danach keine Spur mehr von Traurigkeit – der Stuhl strahlte plötzlich...

Farben im Hintergrund: Pointing und Joa's White von Farrow & Ball
Lampen: Puk Top Light 



13. September 2013

s.wert Design


























Berliner Straßenlaternen ranken sich als Großstadtpflanzen auf Kissen, Gardinen oder Kleidern. Das Kino International, Plattenbauten, Oberleitungen der Tram oder das Sony-Center – reduziert auf graphische Formen und doch sofort erkennbar. Sandra Siewert und Dirk Berger, die Designer von 's.wert', lieben Berlin. Sie setzen ihre 'urban stories' behutsam und kreativ um. So entstehen Motive, die den Namen 'Farbbeutel', 'U-Bahn' oder 'Wohnmaschine' heißen. Im Laden nahe dem Rosenthaler Platz könnt Ihr (fast) alle Produkte sehen, fühlen oder anprobieren. Sandra erklärt Euch gerne, wie und wann die Ideen zu den einzelnen 'urban styles' entstanden.
Und für die Tatort-Fans unter Euch gibt es eine ganz besondere Kissen-Kollektion: 'Sonnntag 20.15'. Mehr dazu erfahrt Ihr hier...

s.wert Design, Brunnenstraße 191, 10119 Berlin
Mo bis Fr 11.00 – 19.00 Uhr, Sa 11.00 – 18.00 Uhr
















































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11. September 2013

Siegmund Schütz und die KPM Berlin

Service 'Arkadia', 1938. Form Trude Petri, Medaillons Siegmund Schütz



Vor 250 Jahren gründete Friedrich der Große die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin. Das 250-jährige Bestehen der KPM wird in diesem Jahr mit drei großen Sonderausstellungen gefeiert. Im KPM Quartier in der Berliner Wegelystraße werden vom 20. September bis zum 5. Januar 2014 Porzellankunst aus privaten Sammlungen gezeigt. 300 Exponate zeigen einen Querschnitt durch sämtliche Schaffensperioden der Manufaktur.
Von 1936 bis 1970 arbeitete der Bildhauer Siegmund Schütz (1906-1998) als künstlerischer Mitarbeiter für die KPM, nachdem er bereits vier Jahre lang als 'Freier' dort tätig war. 1938 brachte die Manufaktur das Teeservice 'Arkadia' heraus, das für mich bis heute eines der schönsten Service ist: Eine Zusammenarbeit von Trude Petri, die für die Formgebung verantwortlich war und Siegmund Schütz, der das Dekor – die Medaillons – schuf. 
Siegmund Schütz studierte in Dessau Bildhauerei und Holzgestaltung. Er reiste viel, füllte seine Skizzenbücher mit den schönsten Zeichnungen aus Natur und Stadt. Die Kunst half ihm über die Kriegsjahre hinweg. Militärdienst und Kriegsgefangenschaft ertrug er, indem er stets versuchte, künstlerisch tätig zu sein. Mit einem Stückchen Holzkohle zeichnete er auf Packpapier, ließ die Gestalten kommen, die sich zwischen Kohle und Papier entfalten wollten. Einfachheit und plastische Rundung der Erscheinung war ihm ein Bedürfnis... 
In den Jahren bei der KPM entwarf Siegmund Schütz neben vier weiteren Servicen, zahlreiche Formen für Blumengefäße, Zigaretten- und Teedosen, Aschenbecher, Schalen, Wandreliefs, Leuchter, Portrait-Plaketten und viele andere wunderbare Kunstwerke, die bis heute weltweit große Beachtung finden. 
Für mich war er 'Onkel Siegmund', der Bruder meines Großvaters. In der Wohnung meiner Großeltern hing eine Wolfsmaske über der Tür, vor der ich mich immer fürchtete. Man erzählte mir, die hätte 'Onkel Siegmund' gemacht. Das Porzellan, von dem wir Kuchen aßen, das hätte 'Onkel Siegmund' gemacht... 
Und meinen Kindern erzähle ich heute: Die Vasen, in denen die Rosen blühen, die Teller, von denen wir Kuchen essen, die Schale, in der die Schlüssel liegen, das Relief an der Wand – hat alles...
Vielen Dank für die vielen schönen Dinge, Onkel Siegmund!

Informationen zum Jubiläumsjahr der Königlichen Porzellan-Manufaktur findet Ihr hier.

Dose, Delphin
Kaffeekanne 'Arkadia'
Vase 'Backenzahn'


Zigarettenbecher Sonnenköpfchen



Brosche, 1934/35
Tauftasse, 1967

Brosche mit Medaillon


Wandrelief, Quadriga, 1964

Gipsformen 

Siegmund Schütz, 1929

Skizze, Flötenspieler, auf Reisen entstanden

Erste Arbeiten als Kind: Kleiner Tempelfries aus Gips um 1917/18, Tiere aus Plastilin um 1917





Portrait als zehnjähriger Junge





9. September 2013

Antonia Goy Berlin

Antonia Goy und Björn Kubeja, Designer, Ladenbesitzer, Produzierende, Marketing und PR-Manager des Berliner Modelabels 'Antonia Goy' zeigten mir vor zwei Wochen ihre schönen Ladenräume in Berlin-Mitte. Unsere gemeinsame Freundin Isolde von der Designagentur 'Moniteurs' stellte den Kontakt her, wir verabredeten uns und ich fotografierte während Antonia von ihrer gemeinsamen Arbeit mit Björn erzählte. Die beiden sind ein großartiges Team. Sie entwickeln zusammen Ideen für die Kollektionen und planen die Produktionsabläufe. Im Atelier hinter dem Verkaufsraum entstehen die ersten Zeichnungen, dort werden die Entwürfe probegenäht und verbessert, bis am Ende Kleider, Jacken, Tücher und andere Stücke in die Produktion gehen. Die italienischen Stoffe werden nach eigenen Entwürfen zum Teil zunächst bedruckt – die aktuelle Kollektion widmet sich dem Thema Oldtimer. Stilisiert und verfremdet erkennt man auf einem Tuch zum Beispiel ein altes Verdeck, das noch mit Riemen geschlossen wird... Um Vertrieb, Marketing, Messeauftritte und alles, was ein eigenes Modelabel an Arbeit mit sich bringt, kümmern sich die beiden ebenfalls.
Im hinteren Bereich des Ladens werden Kleidungsstücke der letzten Kollektion verkauft. Dort befinden sich auch die hübschen Umkleiden. Lange weiße, fließende Stoffe sorgen dafür, dass der Bereich sehr fein und einladend wirkt. Der Betonboden ein schöner Gegensatz dazu. Ihre Kunden sollen sich wohl fühlen, Muße haben, das eine oder andere Kleidungsstück anzuprobieren und auf sich wirken zu lassen. Man merkt den beiden an, mit wie viel Freude und Enthusiasmus sie an die gemeinsame Arbeit gehen. Der internationale  Erfolg belohnt sie hierfür...

'Antonia Goy', Brunnenstraße 5, 10119 Berlin
Geöffnet Mo bis Fr von 12.00 – 20.00 Uhr und Sa von 13.00 – 19.00 Uhr



 














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Auch schön.

Das Montagsmöbel #59 – Barrique Möbel

Foto: Magnus Mewes Heute möchte ich Euch Möbel aus alten Eichenfässern (Barrique) vorstellen.  Die Idee des Designers   Magnus Mewes ...

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