30. Januar 2014

NENI Restaurant @ 25hours Hotel Berlin




Noch bevor sich morgen offiziell die Türen der neuen Sterne am Berliner Hotel- und Gastronomiehimmel öffnen, möchte ich Euch schon mal eines verraten – der Berliner 'Westen' kommt. 
Das Projekt Bikini Berlin, die Revitalisierung des historischen Ensembles zwischen dem Zoologischen Garten und der Gedächtniskirche, wird sich zu einem Ort entwickeln, wo sich Berliner und Reisende treffen werden, um Berlin komprimiert zu erleben. Die sich immer noch entwickelnde, unkonventionelle, individuelle, inspirierende und kreative Stadt zeigt sich hier in jedem Winkel. 
Das 25hours Hotel im kleinen Hochhaus, das mit dem Bikini Haus eine Einheit bildet, macht morgen den Anfang und eröffnet den 'Urban Jungle' – auf der einen Seite Großstadtdschungel, auf der anderen der Urwald des Zoos. Die Rezeption im 3. Stock, Kiosk, Bäckerei, 149 Zimmer, Jungle-Sauna mit direktem Blick ins Affenhaus, die Monkey-Bar und das NENI Restaurant im 10. Stock – ein ganzheitliches Gestaltungskonzept des Teams um den Berliner Designer Werner Aisslinger. Kreativ bis ins kleinste Detail. Hier gibt es kein herkömmliches Leitsystem, nicht ein Schild. Filigrane Schwarz-Weiß-Illustrationen des japanischen Künstlers Yoshi Sislay ziehen sich stattdessen durchs ganze Haus. An Stele von Zimmernummern an den Türen strahlen, in bewusst dunkel gehaltenen Fluren, Zahlen in Neonschrift und erhellen den Weg zu den Erlebnis-Schlafgemächern. Urban M-XL und Jungle M-XL. In Jungle-Zimmern hängen auch gerne einmal Ferngläser von den Decken, um aus der Hängematte vor den deckenhohen Fenstern die Affen und Elefanten besser beobachten zu können.

Apropos Aussicht. Der 10. Stock. Um den geht es in diesem Beitrag eigentlich. (Dem Hotel werde ich mich noch einmal in einem weiteren Post widmen). Vom Entrée bzw. EG aus fährt einer der Aufzüge direkt zum Top Floor... 

Ein alter Mini Clubman steht in der Eingangshalle des Hotels

Leitsystem von Yoshi Sislay

… und direkt in die Monkey-Bar und dem dazu gehörigen NENI Restaurant. Wow. Ich sach' nur – Westen.
Von hier oben habt Ihr eine spektakuläre Sicht. Sechs Meter hohe, bodentiefe Fenster, 360 Grad Rundumblick, Kaminecke, Interior und Gestaltung eklektisch und cool. Gestern Abend ging es in der offenen Küche des NENI Restaurants hoch her. Die Köchin, Szenewirtin und Restaurantbetreiberin Haya Molcho, begleitet von drei ihrer vier Söhne, kochte höchstselbst für die Presse und erste Gäste des Hotels. Geboren in Tel Aviv, aufgewachsen in Bremen und wohnhaft in Wien, verbindet sie die orientalische Küche mit europäischen Einflüssen. Sie stellt sich als 'Balaganistin' vor – 'Balagan' heißt 'positives Durcheinander',  ein Begriff, in dem die menschliche Freiheit  zum Ausdruck kommt. Haya ist genau so: energiegeladen, spontan, schnell und ständig in Bewegung. Wir konnten gestern zuschauen, wie sie 'Mezzes' und andere Köstlichkeiten zubereitete. Showcooking eben. Haya liebt das Drunter & Drüber, Speisen sollten wir extra vermischen und durcheinander rühren – so würde es doch am besten schmecken. Jeder sollte von Allem probieren, Töpfe und Platten kamen direkt vom Herd auf den Tisch. Ein kulinarisches Mosaik aus unzähligen Einflüssen ihrer vielen Reisen, frische Kräuter – eine einfache, ehrliche Marktküche. Und danach gab es Hayas Cheesecake… lecker. Und so herzlich und unkompliziert die Atmosphäre. Schön.

Ab morgen, 31. Januar 2014, könnt Ihr Euch vom Küchenchef Oliver Marzahn im NENI Restaurant kulinarisch verwöhnen lassen. Genießt die Aussicht auf Berlin und trinkt anschließend einen Absacker in der Monkey-Bar. Die Affen werden dann wahrscheinlich leider schon schlafen…

25hours Hotel Bikini Berlin, Budapester Straße 40, 10787 Berlin,
http://www.25hours-hotels.com/de/bikini/home/home.html

NENI Restaurant Berlin, http://neni.at/hp/neni-berlin/

Bikini Berlin. Idee. Standort. Historie. www.bikiniberlin.de



NENI Haya Molcho
Nuriel, Elior, Nativ und Ilan = NENI (Nur, wer ist wer?)



Life is beautiful – Leuchtbuchstaben an der Fassade leuchten in das Restaurant







Sicht aus der Monkey-Bar

Rezeption

Flurbeleuchtung

Schindelhauer Fahrräder in den Zimmern Urban L und Jungle L

Kleines Detail im Zimmer, an Stahlseilen befestigter Spiegel 


27. Januar 2014

Distel Studio im Admiralspalast



„Ihr seid fantastisch“, „das ist genial“ und „…weil das Leben eben kein scheiß Regenbogen ist“ – Ich habe noch Moritz Neumeier im Ohr. Der Kabarettist, Moderator und Stand-Up Comedian tourt mit seinem ersten eigenen Bühnenprogramm 'Satire macht frei' durch Deutschland. Ich habe ihn im 'Distel Studio' in der Friedrichstraße erlebt. Fantastisch. Echt. Klug. Und vor allem ehrlich – mit sich und der Welt, in der wir leben. Er macht Witze über jeden und alles, lässt nichts aus und hört sein Publikum in Augenblicken lachen, an denen es vielleicht nicht hätte lachen dürfen… Oder eben gerade? Moritz Neumeier ist 26 Jahre alt, raucht 10 Zigaretten während der Show und zeigt sich seinen Zuschauern in erster Linie als Mensch. Mal aufbrausend, mal zweifelnd, aber auch begeisternd und manchmal traurig. 
„Ja, ich bin ein trauriger Mensch“, sagt Moritz nach dem Bühnenprogramm im Gespräch mit seinem Publikum. Er wache morgens auf und sei erst einmal traurig. Humor, seine Arbeit, die Zuschauer, seine Freundin – sie seien der Antrieb, die Hilfe, um über die Traurigkeit, die er schon als Kind spürte, hinweg zu kommen. Und dass das Leben eben kein scheiß Regenbogen sei, teilt er uns mit. Schwarzer Humor sei „fantastisch“, um seine Wut und Ratlosigkeit in Worte zu packen. Genial...

Wenn Ihr mehr über Moritz Neumeier lesen möchtet, über sein Programm oder wo und wann er zu sehen ist, könnt Ihr das hier tun.

Das Distel Studio im Admiralspalst ist das neue Zuhause für junge Satire-Fans. Seit einem Jahr treten auf der kleineren der beiden Distel-Bühnen Improvisationskünstler, junge Wortakrobaten oder freie Theatergruppen auf. Sie bieten einen Mix aus Stand-Up Comedy, Poetry Slams, Solo, Satiren, Improtheater und noch vielem mehr. Im Fokus stehen junge Talente, wie eben Moritz Neumeier, die mit politisch unkorrekter, schwarzhumoriger Satire das neue Studio der Distel Berlin beleben. 

Kabarett-Theater Distel und Distel Studio, Friedrichstraße 101, 10117 Berlin 
Direkt am Bahnhof Friedrichstraße


Moritz Neumeier auf der Bühne
Bühne, Distel Studio, mit Balkon zur Friedrichstraße

Moritz Neumeier, Sven Laude (Distel Berlin)

Treppenhaus, von Künstlern mit Fotos aus 60 Jahren Distel gestaltet



Nach der Vorstellung im Distel Studio hatte ich die Gelegenheit, Fotos von der Hauptbühne und den verschiedenen Aufgängen im Admiralspalast zu machen.
Der große Saal des Stammhauses hat hat 420 Plätze. Jährlich finden dort etwa 340 Vorstellungen statt. Das Kabarett-Thater Distel feierte im letzen Jahr 60-jähriges Bestehen.

Die Geschichte der Distel und alle Informationen zum aktuellen Programm findet Ihr hier.

Kabarett-Theater Distel



Terrazzoboden und Mosaik
Eines der vielen Treppenhäuser im Admiralspalast
Fassade, Distel Studio

23. Januar 2014

A Film Director's Home

Berlin, Rütlikiez. Hinter einem großen Tor verbirgt sich das 100-jährige Haus, in dem die isländische Regisseurin Maria Solrun lebt und arbeitet. 
Es waren einmal zwei kleine, relativ dunkle Wohnungen, die nach Marias Vorstellungen und Ideen zu einer großen Traumwohnung zusammen gelegt wurden. Wände mussten abgerissen, neue gebaut, die Grundrisse komplett auf den Kopf gestellt, werden. Aus  kleinen Zimmern wurde ein großzügiges, loftähnliches Zimmer mit uneinsehbarer Küchenzeile. Die Idee für den Tresen, der von außen eine Regalwand ist, stammt aus einem Kopenhagener Café. Dass sich dahinter auch mal schmutzige Töpfe und Tassen stapeln können, war Maria ganz wichtig. Sie mag es nicht, beim Essen mit Familie oder Freunden auf das beim Kochen entstandene Chaos schauen zu müssen. Hinter der Küche ist ein innenliegendes Bad entstanden, das durch ein Fenster zum Wohnbereich belichtet wird. Dahinter ein Schlafbereich, durch eine hohe Schiebetür abgetrennt. Die Wände der großen Wohnküche sind weder verputzt, noch gestrichen. Hier und da ein bisschen ausgebessert und mit Spachtelmasse verfüllt, aber  sonst 'raw' mit viel Patina. 
Die Isländerin aus Reykjavik liebt 'deutsche' Accessoires und zeigt stolz auf den weißen Dürer-Hasen aus Porzellan, die Goethe-Büste, das gerahmte Foto von Papst Benedikt oder das Lebkuchenherz mit der Aufschrift 'Weltschmerz'. Ein Freund schenkte ihr das ehemalige Staatswappen der DDR – Hammer, Zirkel und Ährenkranz aus Holz, ein Hingucker schon beim Betreten der Wohnung.
Es gibt in Marias Wohnung so viel zu entdecken. Wir kamen kaum zum Kaffee trinken, ständig sah ich neue, schöne Sichtachsen und Motive. Wenn ich Regisseurin wäre, würde ich hier einen Film drehen… Danke, Maria, für den schönen Vormittag bei Dir in Neukölln!







Seidentapete & Betonfußboden


Selbstgemacht: Banksys Ratten auf Ikea-Lampenschirmen




Das Bett – durch einen Spitzen-Vorhang wurde Lack gespritzt – ein Unikat.

'Sex-Pokal' von Kühn Keramik, Berlin



Auch schön.

Das Montagsmöbel #59 – Barrique Möbel

Foto: Magnus Mewes Heute möchte ich Euch Möbel aus alten Eichenfässern (Barrique) vorstellen.  Die Idee des Designers   Magnus Mewes ...

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