24. November 2014

Jean et Lili


Darf ich Euch »Jean et Lili« vorstellen? Drei Läden gibt es inzwischen in Berlin – in Mitte, Prenzlauer Berg und in Kreuzberg. Am Samstag waren wir im Gräfekiez unterwegs und schauten im Laden in der Dieffenbachstraße vorbei. Ich fange am besten von hinten an –  mit dem »Herrenzimmer«. Dort trennt eine ganz und gar mit Holz verkleidete Wand Laden von privaten Räumen, Tür inklusive. Die Hölzer stammen aus der hauseigenen Werkstatt und haben sich in den letzten 10 Jahren angesammelt. Nun erzählen sie auf kunstvolle und dekorative Art die Geschichte der »Heimwerker« Jean et Lili. In der hauseigenen Werkstatt entstehen Möbel und Wohn-Accessoieres und ganz neu – Schränke aus alten Fenstern. Die Idee, eine Wand, auf diese Weise zu gestalten, finde ich genial. Im Herrenzimmer gibt es außerdem eine Elektro-Ecke mit einer super Auswahl an Lampenfassungen, Kabeln, Baldachinen, Glühbirnen und allem, was Ihr zum Selbermachen einer Leuchte braucht. Vielleicht ein guter Tipp für ein DIY Geschenk zu Weihnachten. Wenn Ihr Euch nicht ans Lampenbauen rantraut, empfehle ich die Baustellenleuchten, die mit einem 5 Meter langem Kabel versehen sind und von denen ich gleich zwei gekauft habe. Eine kommt auf die »Stadtalm«, eine wird verschenkt. Von den rustikalen Riesen-Nägeln aus Stahl habe ich auch einen mitgenommen. Die eignen sich prima als Garderobenhaken. Wenn Ihr Geschenke für Männer sucht – hier gibt es schöne Messer, Flaschenöffner, Lederwaren, Taschen, Holzbretter oder Outdoor-Produkte von Stanley. 
Für die Damen gibt es im vorderen Teil des Ladens viele schöne Dinge zum Verschenken und sich selber kaufen. Die kleinen Plastik-Roboter zum Aufziehen fallen zwischen den vielen hübschen Produkten aus Glas, Keramik und Stoff auf. Adventskalendertauglich, oder? Eine kleine, aber feine, Auswahl an Kleidung für uns Frauen gibt es bei Jean et Lili auch. Wenn da der Weihnachts-Mann nicht fündig wird...

PS: Die Fotos sind durch das eher »schwierige Licht« nicht ganz so brillant, wie ich sie gerne präsentiert hätte : )

Jean et Lili, Dieffenbachstr. 38/Ecke Schönleinstraße, 10967 Berlin
Mo – Fr von 11.00 bis 19.00 Uhr, Sa von 11.00 bis 18.00 Uhr



















17. November 2014

C/O Berlin – The Place For Photography




Das C/O Berlin ist wieder da! Zwei Jahre nach dem Auszug aus dem ehemaligen Postfuhramt in Berlin-Mitte, eröffnete das Ausstellungshaus für Fotografie seine Türen im Amerika Haus in der City West. Seit 2000 zeigt das C/O Berlin Werke renommierter Künstler, organisiert Veranstaltungen, fördert junge Talente und macht sehr gute Kinder- und Jugendarbeit in Sachen Fotografie. 
Der neue Standort ist mit 2300 Quadratmetern Ausstellungsfläche um einiges größer als vorher, es gibt einen Bookshop und ein Café, betrieben von Stefan Schneck (Nola's & ProbierMahl) mit direkter Sicht auf den Bahnhof Zoo. 
Schön sind die Räume geworden. Das Amerika Haus, von Bruno Grimmek entworfen und seit 1958 als kulturelle Begegnungsstätte der USA genutzt, wurde 2006 an die Stadt Berlin übergeben. Nach der denkmalgerechten Sanierung wurde es nun nach einem Raumkonzept von »mvprojekte« mit Wolfgang Zeh, in Zusammenarbeit mit Petra und Paul Kahlfeldt Architekten, für die neue Nutzung behutsam umgebaut. 

Beim ersten Rundgang durch die Räume ertappe ich mich immer wieder, wie ich aus den Fenstern hinaus schaue und mich an die Zeit erinnere, als ich hier in der Bibliothek des Amerika Hauses nach Büchern gesucht und gegenüber an der UdK studiert habe. Vom Bahnhof Zoo fuhr ich regelmäßig noch mit dem Fernzug nach »West-Deutschland« ab... Lange her. Schön, mal wieder hier zu sein, das Gebäude mit seinem lichten und filigranen Treppenhaus zu durchstreifen und noch dazu die einzigartigen Fotos bewundern zu können. Gleich vier Ausstellungen laufen parallel. Die »Contact Sheets« (Kontaktbögen) einiger Fotografen der legendären Agentur Magnum sind super schön inszeniert. In extra konstruierten Fotoautomaten könnt Ihr Euch im »Magnum-Sti«l ablichten lassen und den Abzug gleich mit nach Hause nehmen. Auch die Fotos von Will Mc-Bride, der 1958 der erste Fotograf war, dessen Werke im Amerika Haus gezeigt wurden, sind absolut sehenswert – viele noch nie gezeigte Fotos von Berlin nach dem 2. Weltkrieg. Mit der Serie »Arbeit am Mythos« von Luise Schröder setzt C/O Berlin als kreativer Campus für junge internationale Gegenwartsfotografie und Kunstkritik seine »Talents-Reihe« fort. 
Dem C/O Berlin-Team möchte ich an an dieser Stelle gratulieren. Das Warten hat sich gelohnt. Das Gebäude und die Räumlichkeiten sind wunderschön geworden. Ich freue mich schon auf die zukünftigen Ausstellungen in der Hardenbergstraße.

C/O Berlin im Amerika Haus, Hardenbergstraße 22-24, 10623 Berlin

Ausstellung, Café & Bookshop täglich geöffnet von 11.00 bis 20.00 Uhr











13. November 2014

SANTOKKI – Papierwaren & Coffee Bingsu

LOTTE Mini-Schokokekse


Santokki hat es geschafft, innerhalb kürzester Zeit zu einer Berliner Institution in Sachen Papierwaren zu werden. Die farbenfrohen Designs aus Korea, die Hefte, Notizbücher Postkarten, Sticker und Briefpapier schmücken, machen gute Laune. Vielleicht sollten wir alle mal öfter das Smartphone weglegen und etwas mit der Hand schreiben – Tagebuch vielleicht, einem lieben Freund eine Botschaft hinterlassen, Ideen und Gedanken auf Papier bringen und dazu einen besonders tollen Stift benutzen. Wir könnten mal wieder einen Kalender mit kunstvollen Illustrationen an die Wand hängen oder Postkarten verschicken. Könnt Ihr noch gut schreiben? So mit der Hand, meine ich? Meine Schrift ist sehr unleserlich geworden. Es wird Zeit, öfter mal zum Füller zu greifen und ein paar Zeilen zu verfassen. Kann ich ja danach abtippen...

Bei Santokki könnt Ihr in aller Ruhe stöbern und dabei leckeren Coffee Bingsu mit Hodugwaja Walnut Cake genießen. Gemütlich dort.


Santokki, Pappelallee 82, 10437 Berlin
Mo-Sa 11.00 bis 19.00 Uhr 















11. November 2014

Kebe Living – Feinkost



Ein Stück frisch gebackenes, knuspriges Brot, dazu »Tapenade Noir« und ein Glas Rotwein. Herrlich einfach und so lecker. Das kann es von mir aus jeden Abend geben. Es wird nun schon enorm früh dunkel. Zeit es sich richtig gemütlich zu machen. Gutes Essen. Familie und Freunde verwöhnen, entspannen, am Feuerchen sitzen (wer kann) und das Leben genießen Das Leben ist schön und wir sind mittendrin, sagt unser Freund Toni immer. Das habe ich oft im Ohr... 
Eine Anleitung zum Glücklichsein kann ich nicht geben. Es gibt allerdings Dinge, die das Leben angenehmer machen. Gute Lebensmittel aus guten Zutaten zum Beispiel. Zubereitet mit Leidenschaft in einer kleinen Manufaktur. Ich muss jetzt den Bogen zurück zur Tapenade spannen. Die hat nämlich Miriam Eva Kebe hergestellt. So wie das Birnen Ingwer Chutney, das Confit d'Oignons oder das Apfel-Waldmeister-Gelée, dass ich vorgestern einer Freundin mitgebracht habe. 
Seit 10 Jahren gibt es die Feinkost-Manufaktur in Lichterfelde-Ost. Miriam komponiert Lebensmittel. Ohne »Schischi«, wie mir ihr Mann Rüdiger erklärt. Er spricht von einer »klaren Sprache beim Rezepte entwickeln« und ihrer »Treffsicherheit beim Arrangieren von Aromen und Zutaten«. Ich durfte mir die Manufaktur anschauen, sehen, wo gekocht, abgefüllt und verpackt wird. Mir wurden die Kisten mit Hunderten von Weck-Gläsern, unzählige rote Einmach-Gummis und die Etiketten mit dem wiedererkennbaren, geschwungenen »M« darauf, gezeigt. Rüdiger und Miriam leben, arbeiten und wohnen in einem Haus aus der Jahrhundertwende. Über dem Maunfaktur-Laden mit Café liegt die Wohnung der Familie. Und sogar dort durfte ich fotografieren. Zeige ich ein anderes Mal.

Das Café trägt eindeutig auch Miriams Handschrift. Sie kocht nicht nur gerne und super gut, sondern richtet auch gerne ein, ist kreativ und hat ein Händchen für besondere (schöne) Dinge. Über dem Verkaufstresen hängt ein Schild von 1890, dass sie und ihr Mann in Frankreich gefunden haben. Die Verkleidung des Tresens besteht aus alten Hölzern aus dem Allgäu. Zwei riesige Ziffernblätter aus Metall mit Original-Zeigern eines Kirchturms aus Königswusterhausen schmücken die Wände. Am großen Holztisch auf den alten Metall-Hockern können gleich mehrere Gäste Platz nehmen. Jedes Detail ist wohl ausgesucht und kann eine Geschichte erzählen. Hier könnt Ihr frühstücken, Süppchen oder selbst gebackenen Kuchen essen oder nur Kaffee trinken. Überall stehen geöffnete Weck-Gläser zum Probieren bereit. So bin ich neulich dem Waldmeister Gelée verfallen.

So, nun Schluss mit der Schwärmerei. Fahrt doch mal nach Lichterfelde und besucht Miriam und Rüdiger in der Feinkost-Manufaktur. Einer von beiden ist meistens da und berät Euch gerne. Und erzählt vom schönen Leben...

Kebe Living, Lorenzstraße 58 (Eingang Jägerstraße), 12209 Berlin
Mo – Fr 10.00bis 18.00 Uhr, Sa 10.00 bis 14.00 Uhr
















7. November 2014

Überraschung auf der Baustelle

Noch gar nicht so lange her und man konnte in der Münzstraße 23 bei Heinz und Inge in der Bierstube »Alt Berlin« Frischgezapftes trinken... Die Medien haben ausführlich über die Schließung berichtet. Dort wird gerade im großen Stil umgebaut. Das komplette EG des Hauses ist bereits entkernt. Beim Vorbeigehen schaute ich letztens durch die großen fentserlosen Öffnungen. Welche Ladenkette da wohl jetzt einziehen wird? Ich stieg (mal eben schnell) durch den Fensterrahmen. War ja offen. Zwischen Bauschutt und Staubwolken machte ich eine schöne Entdeckung. Da, wo sich wahrscheinlich früher eine Wandvertäfelung oder tapeziert war, kamen Wandmalereien zum Vorschein. Szenen am Brandenburger Tor. Zwei Herren mit Zylinder und Mantel, die sich unterhalten, ein Pferd, ein junger Mann, der einen Brotkorb trägt und ganz schwach ist ein Handkarren zu erkennen. Hoffentlich werden die Malereien gewertschätzt und erhalten. 
Inzwischen sind neue Fenster eingesetzt. Mal sehen, ob ich von außen noch ein wenig beobachten kann, was in der Münzstraße 23 geschieht...




Auch schön.

Das Montagsmöbel #59 – Barrique Möbel

Foto: Magnus Mewes Heute möchte ich Euch Möbel aus alten Eichenfässern (Barrique) vorstellen.  Die Idee des Designers   Magnus Mewes ...

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