29. März 2015

Back in der Heimat – Berlin Village Market

»Des Kaisers Pad Thai«
»Des Kaisers Pad Thai« – der Stand auf dem Berliner Village Market in der »Neuen Heimat« ließ mich heute wehmütig werden. Dort wurden Limetten, Chillis und Gemüse geschnitten, in den Woks dampften die asiatischen Nudeln und der Geruch meines thailändischen Lieblingsgerichts Pad Thai gaukelte mir vor, ich sei noch unterwegs...
Vor vier Tagen sind wir wieder in Berlin gelandet. WhatsApps unserer Freunde versprachen frühligshaftes Wetter, sprießende Natur und blauen Himmel für unsere Rückkehr. Nach 11 Wochen konstanten 30 bis 35 Grad, immer barfuß laufen und permanentem an der Luft sein, sind die Temperaturen und der weißlich graue Berliner Himmel aber doch eher gewöhnungsbedürftig. Es ist ja so kalt hier! 
Trotz des tristen Sonntags freue ich mich sehr, wieder zurück zu sein. Berlin hat mir gefehlt. Wie habe ich diese Stadt manchmal vermisst. Die vielen schönen Orte, Cafés und Kneipen, Läden und Märkte. Heute ging es deshalb gleich in die Revaler Straße nach Friedrichshain. Jeden Sonntag von 12.00 bis 22.00 Uhr findet dort der »Village Market« statt. Berlin, wie ich es mag: Leckeres Streetfood, Kunst, Musik in und vor den Hallen dee »Neuen Heimat« auf dem RAW-Gelände. »Des Kaisers Pad Thai«, Food Of Happiness aus Sizilien von »Orlando«, Austern von »Happy Belly« oder die Leckereien von »Suppe & Salat« lassen einen das wenig frühlingshafte Wetter vergessen. Dazu Kaffee, Bier, Wein, Musik und Kunst – ein rundes Programm, das ich Euch sehr empfehlen kann. Heute noch bis 22,00 Uhr. Wozu nach Thailand reisen, wenn es auch in Berlin «kaiserliches Pad Thai« gibt...

Berlin Village Market in der Neuen Heimat, Revaler Straße 99, Berlin Friedrichshain 
Jeden Sonntag von 12.00 bis 22.00 Uhr
Kulturbeitrag 2,00 €


»Des Kaisers Pad Thai«



»Happy Belly«


»Suppe & Salat«






»Orlando« – Sicilian Food Of Happiness





»The Future Breakfast«
 Wie schön, zurück in der Heimat zu sein...

»Neue Heimat« auf dem RAW Gelände

20. März 2015

Travel Edition #19 – Green Beach Hut, Ko Phayam

Apple auf der Slackline
Nach einer Woche auf Ko Chang in der Provinz Trat im Osten Thailands verbrachten wir zwei Nächte in Bangkok, um von dort mit dem Nachtbus auf die Insel zu fahren, die wir uns für den krönenden Abschluss unserer Reise aufgehoben hatten: Ko Phayam. 
Die kleine Insel liegt 35 Kilometer von Ranong entfernt in der Andaman Sea, gegenüber der Insel St. Matthew, die bereits zu Myanmar gehört. 10 Kilometer lang, 5 Kilometer breit, keine Autos, nur kleine Fahrwege für Mopeds und Fahrräder, ursprünglicher Dschungelwald, Cashew Nut-Plantagen, zwei schöne Strände mit Bungalowanlagen. Solaranlagen und Generatoren versorgen die 500 Einwohner und die Touristen mit Strom. Ein Paradies. Die erste Woche wohnten wir am Aow Khan Kwai Beach (Buffalo Bay) bei einem Engländer, dem Eigentümer von »VIJIT« Bungalows. Ein ruhiges Fleckchen mit einem weißen Strand. Bei Ebbe kann man ewig weit hinaus laufen, bei Flut hören wir von der Hütte aus, wie sich die Wellen brechen. Viel Seegang gibt es in der Buffalo Bay allerdings nicht. Es ist ein gemütlicher Strand, ideal für Familien mit kleinen Kindern. Das Wasser ist sehr flach und das Meer eher ruhig. Und eigentlich zu warm. Mit einem Moped erkundeten wir die Insel, düsten die schmalen Dschungel-Wege entlang, umkurften so einige Schlaglöcher, entdeckten die Hippie-, die Gipsy- und die Rastabar (!) und viele kleine Restaurants und Shops am Wegesrand. Am Long Beach (Aow Yay) bestellten wir uns eine frische Kokosnuss oder tranken Kaffee und beschlossen, angesichts der einladenden Wellen und der erheblich kühleren Wassertemperatur, den Strand für die letzten Tage noch einmal zu wechseln... 
Wir zogen zu »Green Beach Hut«, wo ich in diesem Moment auf einer der breiten Hängeschaukeln am Strand sitze, auf das unglaublich türkisblaue Meer schaue und mit Schrecken feststelle, dass wir nur noch 2 Nächte hier (und weitere zwei in Bangkok) vor uns haben. Unsere drei Abenteuermonate gehen nun sehr schnell zu Ende. Zurück in Berlin, wird AnneLiWest|Berlin wieder zum Berlin-Blog, der Alltag wird über mich herein brechen und Ihr werdet von weiteren Travel Editions verschont bleiben. Vorerst jedenfalls : ) 
Nun seht Euch die Fotos an, die ich von diesem paradiesischen Ort am Long Beach für Euch gemacht habe. Von Pichit und seinen Kindern, wie sie auf der Slackline balancieren, vom Blick in die Küche, ins Restaurant und auf dessen Fußboden und Bild an der Wand, von der herrlichen Aussicht auf das Wasser und in den Wald, der sich gleich hinter den Hütten anschließt. Dort sitzen Seeadler und Hornbills in den Wipfeln und in der Ferne hört man die Affen kreischen. Schön. 

Green Beach Hut,  22/8 M.1 Aowyai PayamIsland Moung, Ranong Province 85000 

Bestes Schaukel-Design
Manchmal wird auch mal eine Kokosnuss angespült
Abendstimmung

Restaurant Green Beach Hut


Dschungeliges Ko Phayam




Hier waren fleißige Krebse am Werk


Pichit und seine Tochter

Mülleimer
Der für Thailand typische Tisch-Behälter für Servietten

14. März 2015

Travel Edition #18 – Über den Tonle Sap nach Battambang


Nach den beeindruckenden Sightseeing-Tagen in Siem Reap begaben wir uns erneut auf Reisen. Bis zur zweitgrößten Stadt Kambodschas, Battambang, sind es auf dem Landweg rund 170 Kilometer. Wir entschieden uns für die schönere Strecke – die Fahrt mit dem Slowboat über den größten Binnensee Südostasiens Tonle Sap und den einmündenden Fluss Stung Sangker. Wegen der gegenwärtigen Trockenzeit führt der Fluss nur wenig Wasser. Für die Tour, die sonst vier Stunden dauern würde, brauchten wir 9 Stunden. Selbst das kleine Boot mit den (wenig gemütlichen) Bänken an den Längsseiten hatte an manchen Stellen Mühe, nicht aufzulaufen. Die Fahrt führte uns an schwimmenden Dörfern vorbei. Die Menschen leben dort vom Fischfang, Ein sehr bescheidenes Leben mitten im oder am Wasser. Raffinierte Konstruktionen mit großen Netzen helfen den Fischern, ihren Fang einzuholen. Kinder winken uns aus einfachen Häusern oder von ihren Booten zu. In der Abendsonne nehmen sie ein Bad im Fluss und jubeln unserem Boot zu und schaukeln in den Wellen, die wir erzeugen. Friedvolle Bilder. Einerseits. Leider sehen wir auch die Kehrseite. Armut, Müll und Schmutz. Plastik, Styropor und andere Abfälle wälzen sich die Abhänge zum Fluss hinunter. Das Wasser wird schmutziger, je näher wir Battambang kommen. Die Menschen wohnen am Stadtrand teilweise nur in Baracken. Kambodscha ist ein armes und doch das teuerste Land, das wir besuchten. Für Unterkünfte und Essen bezahlten wir mehr als in Thailand oder Vietnam. Verrückt war der Anblick der vielen teuren und großen SUVs und Geländewagen in der Hauptstadt Phnom Penh. Solche Autos gibt es in Vietnam kaum zu sehen und doch ist das Land viel weiter und die Menschen scheinbar viel fleißiger und zielstrebiger. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist in Kambodscha offensichtlich, Korruption leider ein großes Thema. Die Bevölkerung erholt sich nur langsam von der Herrschaft der roten Khmer und der auf den Menschen lastenden Vergangenheit. Ganz unverständlich ist auch, dass die Kambodschaner den Dollar ihrer Landeswährung (Riel) vorziehen. In den kleinsten Dörfern verlangen selbst die Kinder mindestens »one dollar« für alles, was sie anbieten. Darunter geht gar nichts.
In Battambang verbrachten wir nur eine Nacht. Von dort aus machten wir uns auf den Weg über die Grenzstadt Poipet  zurück nach Thailand. Unser nächstes Ziel: die Insel Ko Chang.






Eines der unzähligen Fischernetze – eine faszinierende Konstruktion






Auch schön.

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