24. April 2015

Kühn Keramik Berlin



Bernhard Kühn ist Künstler, Handwerker und er bereist gerne die Welt. Seine Eindrücke, und die Dinge, die ihn interessieren, verarbeitet der ausgebildete Keramiker in glamouröse Gegenstände, die er in einer ehemaligen Kreuzberger Apotheke in Berlin verkauft. Schon der Showroom ist einen Besuch wert. In den alten Apothekerschränken und deckenhohen Regalen stapeln sich Tassen,Teller, kleine und große Objekte und Figuren. Mal opulent, mal wundersam, mal mit Gold verziert oder mit Schriftkunst bedruckt. Wie wäre es mit einer Tasse für den Morgenkaffee für die »bitch«, den »Star« oder Euren »Darling«? »Strike a pose, there is nothing to it« finde ich gut. Und natürlich »Berlin« – »mon amour«...


Kühn Keramik gibt es nicht nur in Berlin. Auf der Webseite findet Ihr eine ausführliche  Händlerliste.

Kühn Keramik, Showroom, Yorckstr. 18, 10965 Berlin, Tel: +49 (0)30 283 846 95
Geöffnet: Mi, Do, Fr von 12.00 bis 19.00 Uhr, Sa von 11.00 bis 16.00 Uhr









21. April 2015

The Knots – Unique Rugs

Katrin ten Eikelder


Auch wenn der klassische Orientteppich seit einigen Jahren wieder in hippen Läden, Hotel-Lobbys oder Wohnungen Einzug hält – das etwas angestaubte Image bleibt. Mir kommt sofort das großelterliche Wohnzimmer in den Sinn, wo früher die wertvollen Stücke gleich mehrfach übereinander lagen und den Raum seiner Leichtigkeit beraubten...
Ich mag große Räume mit alten Dielen, Parkett oder Betonestrich. Möglichst sparsam möbliert und mit neutralen Farbtönen gestrichen. Farbige Accessoires dazu – schon wird es wohnlich und schön. Wer gerne öfter mal umdekoriert, muss nur Kissen, Vasen oder den Teppich ersetzen und bekommt gleich ein ganz anderes Wohngefühl. Teppiche sind eine Herausforderung beim Einrichten. Sie können dezent oder dominant, monochrom oder extrem farbenfroh, dick oder dünn, klein oder groß sein und sollten sich in das Gesamtbild der Wohnung einfügen.  

Auf der Suche nach einem passenden Teppich für ein Loft, das ich zuletzt für einen Kunden eingerichtet habe, lernte ich Katrin ten Eikelder kennen. Ursprünglich aus der Modebranche kommend, gründetet sie im Frühjahr 2014 das Label »The Knots«, das für bis zu 80 Jahre alte Orientteppiche steht, die durch ein Spezialverfahren in moderne, einzigartige Wohnaccessoires verwandelt werden. Dazu werden die Teppiche restauriert und »stonewashed«, um ihnen die Originalfalbe zu entziehen, erklärt mir Katrin. Der aus 100% Schafwolle bestehende Flor wird gekürzt. Anschließend wird der Teppich neu gefärbt. Die für Orientteppiche typischen Muster bleiben aber weiterhin sichtbar. Ich mag die Farben und Muster der »The Knots«-Teppiche. Durch ihren dezenten Auftritt passen sie fast in jedes Ambiente. Zur Mercedes-Benz Fashion Week waren sie sogar auf dem Laufsteg der Show von Isabell de Hillerin zu sehen. 
Die Teppiche, die im Berliner Showroom zu sehen und im Onlineshop zu erwerben sind, stammen aus Zentral- und Westanatolien und Persien. Katrin wählt sie vor Ort aus und lässt sie von einem Experten auf Echtheit und Qualität prüfen. Jeder Teppich trägt einen Namen und eine Nummer mit Bezug auf New York, wo Katrin für ein großes Modeunternehmen arbeitete. Dort entstand bei ihren zahlreichen Besuchen in Galerien und Vintageläden Brooklyns die Idee für »The Knots«. Schön.

The Knots Showroom, Torstr. 98, 1. OG, 10119 Berlin, Tel: +49 160 8006708









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Morgen, Donnerstag, der 19. November 2015, eröffnen »The Knots« und »Industrial Berlin« (Puristische Möbel aus Stahl) ihren gemeinsamen temporären Showroom im »KANYA Berlin – Project Space«.

Opening Drinks: 19. November 2015 von 19.30 bis 22.00 Uhr
Pop-Up Store: 20. und 21. November 2015 von 12.00 bis 20.00 Uhr

KANYA Berlin, Choriner Str. 81, 10119 Berlin


12. April 2015

Frau Lüske – ein Kaffeehaus für Lichterfelde-West





Es dauert nicht mehr lange und dann blühen am Karlsplatz in Lichterfelde-West die alten Kastanienbäume. Einer meiner liebsten Momente im Jahr sind die Tage, an denen die ersten Blätter sprießen und sie die Äste mit einem zarten hellgrünen Schimmer überziehen. Das war vor wenigen Tagen. 
Andrea Lüske hätte keinen schöneren Zeitpunkt für die Eröffnung ihres Kaffeehauses und der dazugehörigen Bäckerei wählen können. Pünktlich am ersten Sonnentag strömten die Gäste zu »Frau Lüske«, um die köstlichen Sorten der Berliner Eismanufaktur »Rosa Canina«, Kaffeespezialitäten (Bohnen von »Andraschko«) und die ersten Kleinigkeiten aus der Küche (vorwiegend Biozutaten) zu probieren. Die Gnocchi sind handgemacht, der Fisch kommt von der Müritz oder direkt vom Ostseekutter. Das Fleisch wird aus dem Berliner Umland (Landwerthof) geliefert. Dazu gibt's Craft Beer (Ratsherrn) und viele gute Weine. Die Bäckerei-Regale sind gefüllt mit knusprigbraunen Brotlaiben von »Sironi« und einer feinen Auswahl Bio-Backwaren von »Fahland«, die die Lichterfelder schon aus dem Lebensmittelmarkt »biolüske« kennen. Bald wird die hauseigene Bäckerei ihren Betrieb aufnehmen und das Sortiment mit täglich frisch gebackenen Brötchen, Brot und Kuchen ergänzen. 
Endlich spürt man in Li-West, dass man in Berlin lebt. Wie hat doch so ein schönes Café & Restaurant im grünen Vorort gefehlt. Und wie prädestiniert das hochherrschaftliche Gewerbehaus aus der Gründerzeit für dieses Vorhaben ist. Früher gab es an dieser Stelle einen Fahrrad-, einen Naturkost und einen Blumenladen. Mehrere Gastronomie-Versuche scheiterten. Der Funke wollte nie überspringen. 
Andrea Lüske entschloss sich im Herbst 2014, die Räume in der Baseler- Ecke Ringstraße anzumieten. Es folgten anstrengende Monate der Planungs- und Bauphase. Wände mussten versetzt, der Fußboden erneuert, Bäder, Küche neu errichtet werden. Ein wichtiges Anliegen der Inhaberin war, die Fenster, teilweise aus den 1960er Jahren, rückzubauen und Holzfenster nach Original-Zeichnungen einsetzen zu lassen.
Am 3. Januar 2015 präsentierten die Innenarchitektin Martina Haag und ich unsere gemeinsam entwickelten Interior-Konzepte. Wie schön, dass ich bei diesem Projekt mitarbeiten konnte. Wenn auch nur bis zur Präsentation, denn kurz darauf trat ich meine lange Reise an und die anderen hatten die Arbeit... 
Das »grüne« Konzept wurde zu unserer Idee. Die Gartenstadt Carstenns, der Vorort im Grünen, sollte erlebbar gemacht werden. Wir wählten warme Farben (u.a. das dunkle »Carriage Green« von Farrow & Ball), natürliche Materialien, gemütliche Sitzmöbel (Politura), Tische aus ehemaligen Dielen und Parkettstücken, wie sie auch in den umliegenden Villen zu finden sind, gestapeltes Holz als Wandelement und Details mit einem Bezug zu Lichterfelde West. Wie z.B. die fünf Pendelleuchten, die sich über den beiden Tresen befinden: Lampen aus den Spitzenaufsätzen der für Berlin typischen Gaslaternen, die (leider) immer mehr der Vergangenheit angehören wurden zu Lampenschirmen umgebaut. – Das »Berliner Pendel« des Berliner Designbüros »e27«. Ein wasserführender Kamin im Kaffeehaus sorgt nicht nur für eine wohnliche Stimmung, er heizt nebenbei noch das gesamte Warmwasser des Kaffeehauses.
Für die Projektleitung war die Firma BTB Berater für Technik und Bauen aus Berlin zuständig. Zusammen mit Martina Haag, Andrea (und Frank) Lüske und einem großen Handwerkerteam war es möglich, aus einer riesigen, staubigen Baustelle helle und großzügige Gasträume mit Flair und ganz eigenem Charakter zu erschaffen. Für das Grafik- Design wurde das Büro Dengler & Berndt aus Berlin engagiert. Ich mag den fröhlich-leichten Schriftzug des Logos sehr.
Herzlichen Glückwunsch zur Eröffnung von »Frau Lüske«! Lichterfelde-West kann jetzt auch Berlin.

Frau Lüske Kaffeehaus, Baseler Str. 46 / Ecke Ringstraße, 12205 Berlin Lichterfelde-West

Kaffeehaus: Mo – Sa von 9.00 bis 23.00 Uhr, So von 9.00 bis 18.00 Uhr. Küche bis 16.00 Uhr 
Konditorei: Mo – So von 10.00 bis 18.00 Uhr

Restaurantleiter Sebastian Filla bei der Arbeit
Alte Ballonvase und Kreidegemälde
Bäckerei mit grün gekacheltem Tresen und Pendelleuchten aus Spitzenaufsätzen der Berliner Gaslaternen


Hier wird frisch gepresst

Sessel & Stühle von Politura

Kamin, lange Sitzbank & das warme »Carriage Green« von Farrow & Ball

Die gemütliche Yellow-Lounge mit Blick ins Café


Eis von »Rosa Canina« – 100% organic, weniger Zucker, weniger Fett und mit Demeter Zutaten


Scherenlampen durch das Fenster fotografiert
Ai WeiWei-Hocker (links im Bild)

9. April 2015

Coroto – Vintage Furniture & Tropical Living

Dieses Blau. Es passt so perfekt zu den Möbel-Klassikern von Hans J. Wegner, Eero Aarnio oder Illum Wikkelsø, dass ich am liebsten jede Ecke hundert mal fotografiert hätte...
Ich war zu Besuch bei Coroto in der Karl-Marx-Allee. Erst im Februar haben Jan Deubel und sein Partner David d'Aubeterre ihren Laden für Vintage Möbel und Accessoires aus Südamerika eröffnet. Davids Herkunft – er kommt aus Venezuela – spürt man deutlich, wenn man durch die Räume geht. Korbwaren und Hängematten kommen aus seinem Heimatland, die farbenfrohen Kissenbezüge mit dekorativen Mustern aus Guatemala. Außerdem schmücken Kissen aus alten türkischen Kelims die Lounge Chairs, Sessel und Sofas der skandinavischen Designerstücke. Eine »bunte« Mischung mit sicherem Stil zusammen gestellt. In dieser Kombination gibt es in Berlin sonst keinen anderen Vintage Store. David und Jan haben von Stühlen (z.B. von Johannes Andersen aus den 1960er Jahren) über Teller aus der »Baca«-Serie (Nils Thorsson) für Royal Copenhagen bis hin zum Vitra-Garderobenständer so manches Juwel für Euch im Shop. Das Wandrelief aus Metallstäben, ein Flohmarktfund der beiden Vintage-Liebhaber hängt jetzt bei mir auf der Alm (schaut mal hier). Ich konnte nicht widerstehen... 

Coroto, Karl-Marx-Alle 134, 10243 Berlin, Tel: +49 30 29 77 76 55
Di – Fr 14.00 bis 19.30 Uhr, Sa 12.00 bis 18.00 Uhr














Jan Deubel


7. April 2015

Hängender Basilikum – Plant Hanger by &k amsterdam

Ständig kaufe ich neuen Basilikum im Topf. Oft vertrocknet er bevor ich ihn verbraucht habe. Einen passenden (und schönen) Übertopf habe ich bisher nicht gefunden und so steht das Kraut im schwarzen Plastikgefäß mal auf der Spüle, mal auf dem Regal, mal am Fenster. Wohin also mit dem Basilikum? Letzte Woche war ich in der Bergmannstraße in Berlin Kreuzberg. Bei »Heimat Berlin« fand ich diese schlicht-feinen »Plant Hanger« aus Beton – Pflanzenaufhänger... Neuerdings baumeln ja überall Grünpflanzen in Wohnungen, Läden und Cafés von der Decke. Mal in stilsicheren Gefäßen, mal in Macramé-Blumenampeln. An letztere kann und will ich mich nicht gewöhnen. Mode hin oder her. Dieses handgearbeitete Hängegebilde gab es schon mal in den Achtzigern und schon damals fand ich sie nicht schön. 
Ich habe mir einen dieser Plant Hanger in Kreuzberg zugelegt. Jawoll. Ein hängender niederländischer Design-Übertopf von »&k amsterdam«. Der Basilikum fühlt sich darin ausgesprochen wohl. Hauptsache ich vergesse das Gießen nicht.




Auch schön.

Das Montagsmöbel #59 – Barrique Möbel

Foto: Magnus Mewes Heute möchte ich Euch Möbel aus alten Eichenfässern (Barrique) vorstellen.  Die Idee des Designers   Magnus Mewes ...

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