29. Mai 2015

Ein (T)Raum in Blau – Stiffkey Blue

»Stiffkey Blue« No 281, F&B

Die Wohnung meiner Kundin ist gerade frisch gestrichen worden und sieht schon ohne Möbel so gut aus, dass ich Euch vorab zwei Fotos des Schlafzimmers zeigen möchte. Besonders freue ich mich darüber, dass mein Vorschlag, das eher dunkle Zimmer zum Hinterhof in sattes Blau zu tauchen, von ihr umgesetzt wurde. Es gehört ein wenig Mut zu der Entscheidung. Doch mit der richtigen Beleuchtung, den passenden Möbeln und Stoffen wird das Zimmer mit Sicherheit zum schönsten Raum der Wohnung. Gerade Zimmer mit wenig Tageslicht oder auch kleine Räume dürfen dunkel gestrichen werden. Fensterrahmen, Türen und die Decke in »All White« dazu – wunderschön.

Ein anderes Beispiel für dunkle Räume findet Ihr im Blogbeitrag über die »Stadtalm«. Das Bad ist komplett in »Railings« gestrichen. Auch die Decke. Das Foto des Mini-Badezimmers wurde auf der Interior-Plattform »Houzz« bereits über 1800 Mal in Ideenbüchern gespeichert. 

27. Mai 2015

Kunst im Kino International – KIK FIVE

Pietro Sanguineti, »?«, 2015
Es ist schon ein Weilchen her, aber ich würde Euch gerne noch nachträglich in das großartige Kino International in der Berliner Karl-Marx-Allee entführen. Per Bilderstrecke, die während einer Führung anlässlich der »KIK FIVE« Ausstellung »Fathoms«, kuratiert von Leo Kuelbs und Christopher Winter, entstanden sind. Im Rahmen des diesjährigen Gallery Weekends wurde das ehemalige DDR-Premierenkino (eröffnet 1963) nur für einen Abend lang zum Ausstellungsraum und anschließend zur Party Location. 
Nicht nur das Foyer, die Filmsäle und die große Halle im ersten Stock wurden zur Bühne für Werke internationaler Künstler aus den Bereichen Fotografie, Malerei und Videokunst (wie die Videoshow »Submerged«, die sieben Darstellungen von drei Kurzgeschichten, die aus Träumen entstanden sind, zeigte). Währen der VIP-Führung wurden uns auch abgelegene, sonst nicht für Publikum geöffnete Räume und Gänge gezeigt, die mit Kunstwerken bestückt waren. Wie schade, dass »Fathoms« nur einen Tag lang die Bilder oder (Video)Installationen von Hansjörg Schneider, Julian Charrière, Pia Dehne und den vielen anderen Künstlern zeigte. Beeindruckend waren die Vielfalt und die unterschiedliche Herangehensweise an das Thema. »Fathoms« beschäftigt sich mit parallelen Realitäten, Tiefen des Bewusstseins, Wellen und Partikeln des Lichts, die nicht gemessen werden können. Etwas zu »fathom« heißt auch, etwas zu ergründen, zu verstehen. 
Bitte lest auf der Webseite der KIK FIVE-Reihe mehr über die Ausstellung und schaut dazu die Fotos im Blog an, die vielleicht ein wenig den schönen Kunst-Abend im großartigen Kinobau widerspiegeln können. Es handelt sich hier nur um einen Ausschnitt aus der Schau. Alle weiteren Informationen, Ideen, Hintergründe und die Namen aller beteiligten Künstler findet Ihr hier.

Leuchtschrift, Robert Montgomery: »You Walk On The Bones Of The Kings«
Blick durch die großen Fenster auf die Karl-Marx-Allee
Pia Dehne: Case File J5 Category Astronomical, 2013 & Case File A3 Category Reflections & Shadows, 2013

Im Hintergrund, Julian Charriére: »The Blue Fossil Entropic Stories« (2+3), 2013

Hansjörg Schneider: »String Drawing No 8, 2014
Peter Wilde: KIK Portrait, 2015



Foyer, Ulrike Buhl: »Ausbruch aus der Einsamkeit«, 2014

Foyer: Satch Hoyt: »Domino Bodhi Tree«
Foyer: Satch Hoyt: »Big George Foreman«


Sonnenuntergang auf der Karl-Marx-Allee

25. Mai 2015

Karneval der Kulturen 2015

Wagen 33 – Amasonia
Zum 20. Mal fand gestern der große Umzug des »Karneval der Kulturen« in Berlin statt. Über 60 Gruppen auf geschmückten Wagen, zu Fuß, tanzend, trommelnd und singend, in fantastischen Kostümen, fröhlich und bunt, zogen vom Herrmannplatz in Neukölln bis zum U-Bahnhof Möckernstraße in Kreuzberg. 
Etwa 1,5 Millionen Menschen säumten die Straßen, schauten von ihren Balkonen und Fenstern hinunter auf den Karnevalszug, saßen an diesem Pfingstsonntag auf Baugerüsten, Imbissbuden und Straßenlaternen. Jedes Jahr freue ich mich auch die tolle Stimmung, die vielen unterschiedlichen Gruppen: Tanz, Percussion, Musik und Performance, Kunst, Politik, Folklore und Avantgarde – Sie erobern die Straßen, verbreiten gute Laune und feiern zusammen. Eine Gemeinschaft der Vielfalt für den kulturellen Zusammenhalt in Berlin, in der Welt. Wir waren am Südstern, tanzten am Straßenrand, wippten zu Sambaklängen oder zu den Beats von Kaos Dreitausend. Blauer Himmel und perfekte 22 Grad – hätte nicht besser sein können. Letztes Jahr musste die Feuerwehr bei 37 Grad im Schatten anrücken, um die Feiernden mit Wasser abzukühlen...

Lest auf der Webseite der Veranstalter gerne mehr zum Karneval der Kulturen 2015.

Gerne ergänze ich noch die Bildunterschriften. Freue mich über Infos zu den Gruppen. Sollte jemand nicht damit einverstanden sein, hier im Blog abgebildet zu werden, bitte kurz per Mail Bescheid sagen. 

Wagen 26 – Grupo Peru

Wagen No 29 – Thai Smile



Wagen 33 – Amasonia












Wagen 39 – Bateria de Samba Verde & Branco

Wagen 42 – Veggie Culture


Wagen 45 – Chaos 3000


13. Mai 2015

Ein Tag auf der Insel Werder im Gudelacksee

Letzten Sonntag war Muttertag. Ausflugstag. Der Himmel wolkenverhangen, 13 Grad und nur wenig Hoffnung auf blauen Himmel und Sonnenschein. Dem Wetter zum Trotz machten wir uns auf den Weg ins Umland. Nur eine Autostunde von Berlin Mitte entfernt gibt es einen verzauberten Ort. Einen Platz zum Träumen für große und kleine Kinder: Die Insel Werder im Gudelacksee bei Lindow (Mark). 2007 erwarben unsere Freunde Sibylle und Stefan die 42 Hektar große und seit den 1970er Jahren nicht mehr bewohnte Insel. Ein Naturschutzgebiet mit zwei weiteren Insel-Seen, ein Biotop und Paradies – das »Inselkind«

Sibylle und Stefan sorgten zusammen mit ihrem »Inselteam« dafür, dass inzwischen wieder Rinder, Ziegen und Pferde auf dem Werder leben, über 200 neue Obstbäume üppigen Ertrag bringen, dass Insel-Apfelsaft und Honig produziert werden und vielfältige Projekte rund um das Inselleben und den sorgsamen Umgang mit der Natur stattfinden. Wie viele Kinder fuhren in den letzten Jahren mit ihren Eltern, mit der Schule oder dem Kindergarten auf der »Dorothee«, der Inselfähre, vom Lindower Hafen hinüber zur Insel – erkundeten den Wildnispfad, konnten angeln und reiten, bereiteten Stockbrot am Lagerfeuer und verbrachten die Nacht im Zelt. Es gibt keinen Strom auf der Insel. Gekocht wird auf dem mit Holz gefeuerten Herdofen, abgewaschen in Plastikschüsseln mit umweltfreundlichem Spülmittel. Im neu gebauten Holzschuppen kann bei Regen übernachtet werden. Nur wenige Meter entfernt befinden sich zwei Komposttoiletten. 

Am Sonntag waren wir eine Gruppe von etwa 40 Kindern und Erwachsenen. Das Inselteam hatte zum jährlichen Saison-Auftakt eingeladen. Die »Dorothee« durfte wegen des zu starken Windes den Hafen nicht verlassen. So wurden wir von Stefan und dem Inselverwalter Steffen mit den kleinen Inselbooten zu je 5 Personen hinüber geschippert. Eine recht feuchte Angelegenheit. So einen hohen Wellengang hätte ich im Gudelacksee nicht erwartet.  Aber wer ein richtiger Robinson sein will...
Aufwärmen konnten wir uns wenig später am Lagerfeuer. Es gab selbst gebackene Pizza, Grillwürstchen, Stockbrot und jede Menge Salate. Für das Buffet hatten alle etwas mitgebracht. Die Kinder waren gleich nach dem Essen verschwunden. Die Insel ist ein riesiger Natur-Spielplatz mit Schaukeln und Kletterseilen in den Bäumen und unendlich viel Platz zum Rennen und Toben. Die Pferde wurden gefüttert, die Schafe und Ziegen besucht und wer mochte, durfte reiten. Am Ufer war während des letzten Sturms ein alter Baum umgefallen. Er musste zersägt und gespalten, große Äste mit einem Seil aus dem Wasser gezogen werden. Die Kinder halfen begeistert mit, das von den Erwachsenen zerkleinerte Holz auf einen Hänger zu laden und es anschließend zusammen mit Steffen abzufahren. So schön zu sehen, mit wie viel Spaß und Ausdauer jeder bei der Sache war. Am Nachmittag zeigte sich zur Belohnung die Sonne und die Farben wurden noch intensiver. Das Wasser blau, die Wiesen grün und das Rot der Sonnenliege leuchtete so verlockend... Hinlegen, Augen zu, Vogelgezwitscher, Gesprächsfetzen und Kinderlachen in der Ferne. Vielen Dank an Sibylle, Stefan und das Inselteam – Schöner hätte ich mir den Muttertag nicht wünschen können.

Das Inselteam freut sich über Euren Besuch. Überfahrten ab dem Hafen Lindow können jederzeit organisiert werden. Bei Interesse schreibt bitte eine Mail an info@inselkind-lindow.de, ruft an oder schaut auf die Facebookseite mit den aktuellen Veranstaltungen, Infos und vielen Fotos. Auf der Webseite erfahrt Ihr mehr über die Vision, die Geschichte und die einzelnen Projekte von »Inselkind«.

Inselkind, Am Gudelack 24, 16835 Lindow (Mark), Tel: 0174 – 84 60 465

Karotten für die Pferde
Er weiß, dass er gut aussieht


Apfelblüte



Amelie reitet...
... und wird genau beobachtet















Insel-Apfelsaft


Inselverwalter Steffen und die Kinder fahren das Holz ab



Stefan muss gleich im Wasser arbeiten...




Ein schwerer Ast muss aus dem Wasser gezogen werden

Zurück bringt uns das Fährschiff Dorothee

Die Inselbesitzer Sibylle und Stefan


Auch schön.

Das Montagsmöbel #59 – Barrique Möbel

Foto: Magnus Mewes Heute möchte ich Euch Möbel aus alten Eichenfässern (Barrique) vorstellen.  Die Idee des Designers   Magnus Mewes ...

Bloglovin'

Follow
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...