31. August 2015

Das Montagsmöbel #46 – »hochflieger« Betten

Stefan und Johannes bauen Betten aus recyceltem Holz. Lassen bauen. Ihre Tischler verwandeln in einer Neuköllner Werkstatt alte Bodendielen oder Teile von Omas Kleiderschrank in Design-Möbel. Patina und Gebrauchsspuren machen sie zu echten »hochflieger«-Betten, die Geschichten erzählen. Es entstehen Unikate aus unterschiedlichen Hölzern, die aus Berlin und dem Umland stammen. Mit bett Nr.1 fingen die »hochflieger« 2013 an. Ihre Liebe zum Upcycling und zum Design bringt der Manufaktur den Erfolg. Beim Berlin Summer Market war das Neukölln Unternehmen mit einem Stand vertreten, an dem sich viele Besucher tummelten um Probe zu liegen, Informationen einzuholen und um die Fotos zu bewundern, die auf Holzkisten zur Schau standen. Die Motive? Besitzer und Liebhaber der Upcycling-Betten in ihren Schlafzimmern, abgelichtet von Johannes. Gemütlich...

Für mehr Informationen besucht bitte die Webseite oder schreibt den hochfliegern eine Email an post@hochflieger.com


Die Betten gibt es in verschiednen Höhen und Breiten


29. August 2015

Hoffest in der Königlichen Porzellanmanufaktur Berlin






Ein Traumwochenende. In Berlin finden unzählige Veranstaltungen und Feste statt und wir genießen den Sommer, der noch mal alles gibt. Falls Ihr Zeit für einen Ausflug habt, empfehle ich einen Besuch auf dem Hoffest der Königlichen Porzellan Manufaktur im KPM Quartier. 
Das komplette Manufakturgelände in der Wegelystraße wird heute und morgen zum Marktplatz. Mit Programm für die ganze Familie. Kinder können geschminkt werden, unter Anleitung Porzellanteller bemalen und am Eiswagen »Jones Icecream« kaufen. Währenddessen schlendern die Eltern von Pavillon zu Pavillon und können reduziertes Porzellan erwerben. Es gibt 20 Prozent Fest-Rabatt. Im Werksverkauf findet Ihr eine große Auswahl an 2. Wahl-Produkten, auf die weitere 20 Prozent gegeben werden. Ich habe mir zwei Prorzellan-Schwalben für die Wand (von Siegmund Schütz) gekauft. Sie standen schon lange auf meinem Wunschzettel. Über den Bildhauer der KPM habe ich hier bereits auf dem Blog berichtet. 
Im Oktober bringt die KPM einen eleganten Porzellan-Kaffeefilter heraus, der dieses Wochenende vorgestellt wird. Passend zum Trend, den Kaffee wieder frisch aufzugießen. Ich habe auch noch einen alten Melitta-Filter im Schrank, den ich manchmal heraushole, um das Kaffeekochen zu zelebrieren... Auch die Currywurst & Pommes-Schalen sind neu. »Curry 36« serviert während des Hoffests stilsicher in KPM-Porzellan. Auch die  Kaffeerösterei Berlin schenkt Kaffee in Porzellantassen aus. Auf den weiß eingedeckten Tischen stehen Blumengestecke in verschiedenen Vasenmodellen. Alles sehr schön und verlockend, wenn Ihr auch Fans des feinen weißen Porzellans seid. Der Winter naht. Vielleicht denkt Ihr schon mal an die ersten Weihnachtsgeschenke...

Hoffest im KPM Quartier, Wegelystraße 1, 10623 Berlin
Samstag, 29.August 2015 von 10.00 bis 20.00 Uhr
Sonntag, 30. August 2015 von 13.00 bis 18.00 Uhr














27. August 2015

Uferstraße Berlin Wedding – Café Pförtner, Uferhallen & The Base


Neulich in der Uferstraße. Seit der Kultur-Tour durch Moabit und den Wedding war ich nur noch ein Mal dort, um einen Freund zu besuchen. Da spazierten wir zu den Uferhallen am Ende der Sackgasse an der Panke und tranken einen Kaffee. Keine Kamera dabei, deshalb auch kein Beitrag über das so gemütliche wie ungewöhnliche Café/Restaurant im ehemaligen Pförtnerhaus der Berliner Verkehrsbetriebe...

Jetzt war ich wieder im »Pförtner«. Der Cappuccino schmeckte, die Blumen blühten in den alten Stahlkisten zwischen Tischen und Bänken, ein paar Wolken am Himmel, entspannte Atmosphäre auf dem Gelände der Uferhallen. Der alte Bus, der zum Café gehört und für diesen Zweck umgebaut wurde, trennt Café vom großen betonierten Hof. 2007 wurde das Gelände, die einstige Zentralwerkstatt der BVG, von der Uferhallen AG übernommen. In etwa 70 Ateliers arbeiten Künstler, Musiker und Kreative. Früher wurden hier Busse repariert. Die Verwaltung der Verkehrsbetriebe saß hier auch. Heute gehören die Hallen und Räume zum festen Bestandteil der Kulturszene des Weddings. 

Eins ist neu. Vom Café aus blicken wir auf den Eingang gegenüber, an dem in großen Lettern »Adidas Football The Base« steht. Kleine Jungs (alle mit Migrationshintergrund) kommen an uns vorbei. Zielstrebig steuern sie auf den Eingang der fast 3000 Quadratmeter großen Halle zu. Sie sehen motiviert aus, glücklich und voller Elan. Denn jetzt geht's Fußball spielen. Von »The Base« hatte ich bis dahin noch nichts gehört. Die Türsteher, eher wortkarg, lassen uns passieren. In eine »spacige« Sportwelt mit Käfigen, Kunstrasenplätzen, Kickern, Basketballkörben, Caféecke, Umkleidekabinen und einem Counter, an dem sich die Kids Schuhe und Bälle kostenfrei ausleihen können. »Darf hier jeder kicken?«, fragte ich die Türsteher. Ja klar, ab 14.00 Uhr ist die Halle geöffnet, abends sind dann oft die Plätze gebucht. Ob von Vereinen oder Privatleuten, habe ich nicht erfahren können. 
Wo man hinschaut, Fußball spielende Kinder. Weddinger Kids, die glücklich sind, in einer so coolen Location Sport machen zu können. Auf sie wird aufgepasst, die Türsteher sprechen teilweise sogar ihre Sprache, die Jungs und Mädels an der Schuhausgabe sind jung und scheinen Spaß am Job zu haben. Das Adidas Logo ist allgegenwärtig. Der neue Mieter der Halle ist ein großes Unternehmen, das viel Miete zahlt, Geld in die Hand genommen hat, um die Base zu errichten und den Kindern der Gegend nun ermöglicht, in so einem Rahmen Fußball zu spielen und Sport zu treiben. 
Und um sich neue Kunden heran zu ziehen. Sind gesponserte Projekte dieser Art verwerflich? Wenn Adidas die Base nicht zur Verfügung stellen würde, säßen die Kinder vielleicht nur vom Computer, würden auf Parkbänken und Spielplätzen rumhängen und Mist bauen. Oder auch nicht. Man weiß es nicht. Fest steht, dass sie in der großen Uferhalle einen Ort haben, in dem sie sich austoben können, wo sie willkommen sind und ja – wo sie Turnschuhe in Neonfarben eines bekannten deutschen Sportwarenherstellers  ausleihen dürfen. Auf einem großen Plakat in der Base steht »Destroy Berlin«. Ein Werbeslogan? Wenn ja, das ist nicht gut. Das sollte man dort nicht lesen. Sonst finde ich die Idee der Base gut. Und die vielen Kinder auch. Die Gesichter wirken glücklich und ausgepowert.

Vergeblich habe ich nach einer Webseite der Adidas Base gesucht und stattdessen einige Zeitungsberichte im Netz gefunden, die über die neue Sport Location im Juni Bericht erstatteten. Hier und hier könnt Ihr nachlesen, was die »Berliner Zeitung« und der »Tagesspiegel«  über das Projekt in Erfahrung gebracht haben, wie z.B. die umliegenden Atelierbesitzer die neuen Mitmieter sehen. Einige haben Angst vor Kommerzialisierung der Uferhallen, fühlen sich durch die Kinder und durch Sportevents in ihrer Ruhe gestört und vergessen dabei, dass nur ein Mieter wie dieser Neue, dem Betreiber des Kulturprojekts Uferhallen ermöglicht, die Mieten für die »Kleinen« auf unter 4,00 € zu halten. Wie schön wäre es, wenn sich hier alle arrangieren könnten...

Pförtner, Café Restaurant, Uferstr. 8-11, 13357 Berlin, Tel: 030 - 503 698 54
Geöffnet Mo – Fr 9.00 bis 23.00 Uhr, Sa 11.00 bis 23.00 Uhr

The Base – Adidas Football Base Berlin, Uferstraße 8, 13357 Berlin
Geöffnet Mo – Fr von 14.00 bis 22.00 Uhr, Sa + So von 10.00 Uhr bis 22.00 Uhr 







Und schräg gegenüber...

















24. August 2015

Berlin Summer Market 2015

Seit 2014 hat Berlin ein neues Marktformat: Den Berlin Design Market, der bisher im ehemaligen Kaufhaus Jandorf in Mitte und auf dem Gelände der Neuen Heimat in Friedrichshain stattfand. Die diesjährige Summer Edition stand gestern ganz im Zeichen von Sonne, Wasser und lässiger Musik. Bespielt wurde der Hof und der Beach Club rund um das SAGE Restaurant und das Exil in Kreuzberg. Designer, Künstler und Food-Anbieter verkauften Produkt-Design, Accessoires, 100 things we love und urbane Kunst. Vom gefalteten Verkehrsschild, das nun als Tablett oder Beistelltisch daher kommt bis zum Upcycling-Bettgestell, das ich nächste Woche als Montagsmöbel #46 vorstellen werde. Außerdem gab es Papier-Buddy-Bären, Leuchten aus Schlagzeug-Zubehör, Schmuck, Klamotten und Feinkost wie die Pika Pika »Hot Sauces« aus Chili. Gourmet-Schärfe aus Berlin – selbstverständlich vegan und ohne Konservierungsstoffe.
Und nach dem Rundgang saßen wir mit einem Kaffee in der Hand im Sand am Beach, trafen Freunde und ließen uns die Sonne ins Gesicht scheinen – Dit war schön jewesen.

Für die Zukunft sind noch viele Events dieser Art geplant. Ich halte Euch auf dem laufenden...




»hochflieger« Upcycling Manufaktur

Armbänder von Taya Zul

Box Love












Auch schön.

Das Montagsmöbel #59 – Barrique Möbel

Foto: Magnus Mewes Heute möchte ich Euch Möbel aus alten Eichenfässern (Barrique) vorstellen.  Die Idee des Designers   Magnus Mewes ...

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