30. Juni 2016

Berlin Design Market @ Birgit & Bier

MICA Design

Katja Weber ist für mich die Queen der Marktinszenierung. Seit 2014 erschafft sie und ihr kreatives Team Markt(t)räume, die voller fröhlicher Energie und Farben und gleichzeitig große Bühnenbilder sind und von Designern, Künstlern und Streetfood-Anbietern bespielt werden. Katjas Märkte passen sich in Form und Ausgestaltung jeweils dem Umfeld an. Immer findet sie neue coole Orte, um den Mitwirkenden des Spektakels eine perfekte Plattform zu geben. Nach dem »Fashion Circus« im alten Kaufhaus Jandorf, dem »Berlin Summer Market«, »Ahoi Hipsterama Designspektakel« und »Heiligem Bimbam« in der Neuen Heimat, gastierte der Markt unter immer anders lautendem Motto an verschiedenen Plätzen Kreuzbergs. 

Gestern fand der »Berlin Design Market« am Schleusenufer bei »Birgit & Bier« statt. »Rummel Juwel Kerwezeit« hieß es da und zwischen altem Karussell und im Wind flatternden bunten Girlanden wurden an über 50 Verkaufsständen Mode, Möbel, (Wohn)Accessoires, Schmuck und leckere Speisen angeboten. Ein Sommernachtstraum mit vielen schönen Labels wie Hochflieger, Orterfinder, Raffinesse & Tristesse, Redesign, Mica Design und vielen vielen anderen. Für blumige Dekoration sorgte der Blumen-Lieferdienst bloomon mit seinen wunderschönen Wiesenblumensträußen. Überhaupt sind Blumen gerade DAS Thema in der Stadt. Finde ich gut. 

Hier einige Eindrücke vom gestrigen Markt-Event. Der ist nun leider zu Ende, aber Birgit & Bier ist auch ohne Designerstände ein Hammer...



Birgit & Bier, Am Schleusenufer 3, 10997 Berlin


MICA Design


Bloomon


Hochflieger Upcycling Betten


Petra & Janni (redesign)
Petra von Raffinesse & Tristesse – Upcycling Leuchten

Lampenschirme rePulp aus Pappmaché von Orterfinder


Flo & Floris g'füllte Brezn 





27. Juni 2016

Das Montagsmöbel #57 – VANPEY Berlin

Julian Marchesan

Mit der HandschuhBox fing alles an. Sie war das vor Jahren das erste selbst entworfene und gefertigte Möbelstück des Architekten, Tischlers und Firmengründers von VANPEY, Ralf Schmitz, und ist für mich DAS Montagsmöbel überhaupt... Anlass genug, um der kleinen Möbelmanufaktur aus Prenzlauer Berg (gegründet 2006) einen Besuch abzustatten, dort zu fotografieren und heute auf dem Blog vorzustellen. 

Wie schade, dass ich VANPEY erst jetzt kennengelernt habe. Gerne hätte ich Euch und meinen Kunden schon früher das eine oder andere Stück der Berliner Manufaktur empfohlen. Vor allem die HandschuhBox. Gerade für den Eingangsbereich werden häufig schöne und funktionale Möbel für (Hand)Schuhe, Geldbeutel, Schlüssel und was man sonst noch so beim Betreten der Wohnung ablegen möchte, gesucht. In Berlin gibt es viele lange schmale Flure, die wenig Platz für Sideboards und Einbauschränke lassen. 
Die HandschuBox von VANPEY passt mit ihren perfekten Maßen (L99xH24xT20cm) in fast jeden Flur. Auf den beiden Schiebedeckeln ist Platz für Telefon, Portemonnaie oder Schlüssel, in der Box verschwinden Dinge, die Ihr nicht so gerne sehen möchtet. Es gibt die HandschuBox in verschiednen Farben und Ausführungen. Ich mag die Idee und das Design so sehr, dass ich glatt Vertreterin für dieses kleine Möbelstück werden könnte : )

Das Team von VANPEY entwirft, plant und produziert in der Jablonskistraße in Prenzlauer Berg. Das Büro ist gleichzeitig Ausstellungsraum für die schönen und funktionalen Möbel, die Ressourcen schonend und nachhaltig – mit 100 % Ökostrom – produziert werden. Auf der Webseite der Manufaktur findet Ihr einen Link mit vielen Infos zum Thema Nachhaltigkeit und Materialien.
Was gibt es sonst noch bei VANPEY? Ein geniales Schuhregal und eine Schuhbank, einen Nachttisch ähnlich der HandschuhBox, (Bestell)Tische, Sideboards, einen Schiebetürenschrank, Regalsysteme und Accessoires wie Tabletts oder Schneidebretter. Alles wundervoll designt und made in Berlin.

Schaut Euch gerne die Schnappschüsse an, die beim Rundgang durch die Manufaktur entstanden. Für Produktfotos, alle weiteren Informationen zu den Möbeln und den VANPEY Shop klickt Ihr bitte hier.

VANPEY, Ausstellungsraum & Werkstatt, Jablonskistr. 3, 10405 Berlin, Tel. 030 – 652 191 51
Termin Mo bis Fr nach Vereinbarung


Foto: VANPEY: HandschuBox HBK – MDF, weiß
Foto: VANPEY: HandschuBox HBK – Multiplex, weiß




Caren Pauli


Werkstatt & Ausstellungsraum, rechts im Bild SchuhRegal SRR
MDF & Multiplex...



Dominik Berton & Firmengründer Ralf Schmitz


Foto: VANPEY: KaffeeTisch – Weiß, Eiche
Foto: VANPEY: NachtTisch NTK – Weiß, MDF
Foto: VANPEY

22. Juni 2016

VLO Design in Berlin Kreuzberg



Gestern schrieb mich Clémence Grieco von VLO Design in Berlin an. Auf HOUZZ, der Plattform rund um's Wohnen. Dort bin ich seit zwei Jahren als »Experte« aktiv. Clémence ist dort ebenfalls gelistet. Netzwerken ist großartig. Und den kleinen Manufakturen zu helfen auch. Deshalb stelle ich die kleine Leuchtenwerkstatt aus Kreuzberg heute spontan auf dem Blog vor. 
Clémence ist gebürtige Kanadierin, lebt seit sechs Jahren in Berlin und gründet dort ihre eigene Manufaktur. Sie experimentiert am liebsten mit gebrauchten Materialien – lässt so aus Altem Neues entstehen. Beeinflusst von der US-amerikanischen Kunst und der industriellen Architektur der 1960er Jahre entstehen Unikate, die sie in ihrem Showroom und über einen Onlineshop verkauft. 
Am liebsten wäre ich sofort in die Werkstatt gefahren und hätte dort vor Ort fotografiert. Aber mir fehlt die Zeit, um wirklich alle schönen Dinge selber abzulichten. So gibt's auf die Schnelle einige Leuchten, die ich von der VLO-Webseite genommen habe... Schön.

VLO Design, Showroom, Schlesische Str. 42, Klingel Voltage, 3. OG, 10997 Berlin
Geöffnet Fr von 15.00 bis 20.00 Uhr und Sa von 10.00 bis 14.00 Uhr









20. Juni 2016

Manufakturbesuch bei Hästens in Schweden

Foto: Hästens
»If you notice that you don't notice that you' re in a bed – it's a Hästens.«, erklärt Jan Ryde,   Besitzer und Firmenchef der schwedischen Bettenmanufaktur, beim Presse-Lunch auf dem Fabrikgelände in Köping. Jan Ryde führt seit Ende der 1980er Jahre das schwedische Familienunternehmen, das sich bereits seit 1852 für besten Schlaf in besten Betten einsetzt. Demnächst werden seine beiden Söhne die Unternehmensleitung in der sechsten Generation übernehmen. 
Jan Ryde ist uns auf Anhieb symphatisch. In Jeans und schwarzem T-Shirt heißt er unsere kleine Journalisten- und Fotografenrunde herzlich willkommen und erzählt mit Stolz die beeindruckende Firmengeschichte, die Mitte des 19. Jahrhunderts mit der Herstellung von Sätteln beginnt. »Häst« bedeutet auf schwedisch »Pferd«. So wird mit dem Markennamen und Logo heute Bezug auf die Anfangszeit der Manufaktur genommen. Heute produziert Hästens im eigenen Werk in Köping (120 Kilometer von Stockholm entfernt) maßgefertigte Betten aus reinsten Naturmaterialien und beliefert über 200 Partner in mehr als 40 Ländern weltweit. Von einem kleinen Familienunternehmen zum globalen Hersteller und Händler, der Tradition, Handwerkskunst, Qualität und Design vereint. 

Die Presse-Reise nach Stockholm liegt nun schon wieder fast drei Wochen zurück. Ganz frisch sind aber die Erinnerungen an eine wunderschöne Stadt, eine sehr nette Gruppe von Journalisten, Fotografen und Mitarbeitern der PR-Agentur Mandel und Citybeam Kommunikation, lustige gemeinsame Essen und Unternehmungen und den großartigen  Ausflug im Kleinbus nach Köping zum Firmensitz der Bettenmanufaktur. Nach einer Hotelnacht im Hästensbett, besichtigen wir die Fabrik. Drei beeindruckende Stunden, die zeigen, warum ein Hästensbett etwas ganz Besonderes, ja vielleicht sogar das beste Bett der Welt ist... 
In der großen, hellen Fabrikhalle arbeiten zeitgleich etwa 80 Handwerker, die mit echter Hingabe und Überzeugtheit aus Naturmaterialien wie Baumwolle, Rosshaar, Leinen, Wolle und schwedischem Kiefernholz verschiedene Bettenmodelle anfertigen. In Handarbeit. Unterstützt von der einen oder anderen Maschine, doch überwiegend wird mit Ruhe und Konzentration mit langen Nadeln genäht und gesteppt, geknotet und mit den Händen Materialien geschichtet, verteilt und zusammengeführt. Hästens ist eine große »Familie«, die sich dem gesunden Schlaf verschrieben hat und gemeinsam daran arbeitet, die Betten immer noch perfekter zu machen. Ich bin überzeugt, dass es den Schweden gelingen wird. Noch nie hat mich Handwerk so beeindruckt wie in Köping. 

Ich habe heute viele Fotos für Euch. Schaut Euch an, wie das Bett entsteht, in dem auch die Mitglieder des schwedischen Königshaus nächtigen. In schwedischen Familien werden die Betten sogar von Generation zu Generation weitervererbt. Hästens gibt 25 Jahre Garantie beim Kauf, doch ein Bett, das mit solchen Materialien, viel Liebe zum Detail, mit Passion und Überzeugung gefertigt wird, hält eine Ewigkeit. So wunderbar gemütlich und schön...

Alle weiteren Informationen findet Ihr auf der Webseite von Hästens.

In Berlin gibt es zwei Hästens Showrooms:
Hästens Store Berlin Mitte, Ackerstr. 29, 10115 Berlin
Geöffnet: Mo – Fr von 11.00 bis 19.00 Uhr, Sa von 11.00 – 16.00 Uhr
Hästens Store Berlin, Fasanenstr. 29, 10719 Berlin
Geöffnet: Mo – Fr von 10.30 bis 19.00 Uhr, Sa von 10.30 – 16.00 Uhr

Die Presse-Reise nach Stockholm wurde von Hästens ermöglicht. Vielen Dank an Mandel PR (Stockholm) und Citybeam Kommunikation (München).

Perla Munoz Bovin (Leiterin Development & Research) erklärt den Aufbau eines Hästensbetts

Gedrehtes Rosshaar 


Rosshaar wird eingefädelt und fällt auf der anderen Seite der Maschine kurz geschnitten und stark gekräuselt heraus



Mitarbeiter beim Verteilen des Rosshaars von Hand

Karomuster in Blau-Weiß – unverkennbar Hästens

Hier entsteht ein Topper, eine Matratzenauflage

Der Metallrahmen wird mit Flachs/Leinen umspannt und von Hand vernäht

Schicht für Schicht Natur


Baumwolle, Rosshaar, Baumwolle, Rosshaar, Baumwolle... von Hand gefüllt und geglättet


Eine Matratze wird bezogen...

Die Matratze wird durch Steppnähte in Form gebracht

Tattoos, Handschuhe und große Nadeln


Jede Feder wird in Handarbeit mit Knoten versehen und mit Leinen umhüllt

Jeder Messingnagel wird von Hand in den Rahmen gedrückt


Holz und Messing = Bettfuß





Blick aus der Näherei hinunter in die Fabrikhalle

Petra Weiler, Näherin, beim Verknoten der Steppfäden
Näherei
Firmenchef Jan Ryde und Ralph Röhr (Vertriebsleiter Deutschland)


Fabrikgebäude in Köping, 120 Kilometer westlich von Stockholm, Architekt Ralph Erskine
Vater Jan Ryde und Sohn

Auch schön.

Das Montagsmöbel #59 – Barrique Möbel

Foto: Magnus Mewes Heute möchte ich Euch Möbel aus alten Eichenfässern (Barrique) vorstellen.  Die Idee des Designers   Magnus Mewes ...

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