29. Juli 2016

Deko für das Sixties Home

Endlich. Auf der Ecke im Treppenaufgang des »Sixties Home« steht wieder eine Bodenvase. Früher, als noch die Großeltern das bayerische Haus als Zweitwohnsitz nutzten, stand dort eine Vase mit verstaubten Trockenblumen, die den Renovierungs- und Aufhübscharbeiten vor einigen Jahren zum Opfer fiel. Die Ecke blieb leer. Aber es fehlte  etwas.
*
Beim Durchstöbern des Online Interior Shops WestwingNow habe ich die grau-lila-farbene Ballonvase »Drop« entdeckt. Sie kam pünktlich vor dem Ferienbeginn bei uns zu Hause an und musste nun mit all den Koffern und Gepäckstücken hinein ins Auto. »Muss die mit?« Die Familie beschwerte sich mächtig, hatte aber keine Chance. Ja, die Vase musste sogar unbedingt mit. 
Drop misst stolze 40 x 56 cm, hat einen ganz schön dicken Bauch und machte sich (vielleicht mir zuliebe) extra dünn, um mit in den Urlaub zu fahren. Jetzt steht sie an der selben Stelle wie ihre Vorgängerin und wartet auf den Herbst. Dann wird sie mit Zweigen bestückt, die dann (schön) trocknen können...

Falls Ihr auch eine Ecke habt, die noch auf das perfekte Deko-Stück wartet, dann schaut mal bei WestwingNow vorbei. Drop gibt es in drei verschieden Farben und passt nicht nur ins Sixties Ambiente.

Drop wurde mi netterweise von WestwingNow zur Verfügung gestellt. Meine Begeisterung für die Bodenvase bleibt davon jedoch unbeeinflusst.


Wandfarbe: Skimming Stone, Farrow & Ball


25. Juli 2016

Malz & Moritz – Craft Beer. Handgemachtes Berliner Brauwerk



Fünf Wochen braucht das Craft Beer der Mikrobrauerei Malz & Moritz bis es den richtigen Reifegrad erreicht hat. Fünf Wochen (Hand)Arbeit für maximalen Genuss. Julian, Jannis und Max betreiben im Südwesten Berlins ihre eigene Bier-Manufaktur, brauen in einer professionellen 10hl Anlage Blonde Ale, Pale Ale und Maibock. Vom Flaschenspülen über den Brauvorgang bis hin zur Abfüllung und Etikettierung machen sie alles selber. Und das mit Leidenschaft. Ihr erstes Bier brauten sie in einer umgebauten Waschmaschine. Heute werden bei einem Brauvorgang 850 Liter Bier produziert. 

Es ist Brautag. Julian und Praktikant Christian kontrollieren Schalter, Knöpfe, Ventile, haben dabei ständig die Temperaturanzeige im Blick und öffnen hin und wieder die Deckel der Kessel, um das malzig duftende Gebräu zu begutachten. Julian erklärt mir (fast) jeden Schritt der Braukunst, zeigt mir die verschiedenen Stationen, die ein echtes Craft Beer zu durchlaufen hat und führt mich zuletzt in den kühlen Abfüllraum. Hier werden die Flaschen gereinigt, gefüllt und verschlossen. Währenddessen schüttet Christian im Nachbarraum Malzkörner aus den großen weißen Säcken in die elektrische Mühle. Feiner Mehlstaub überzieht Arme, Gesicht und Kleider. Ich mache auch hier ein Foto und steige anschließend noch einmal die Stufen hinauf zum Braukessel um Bilder für Euch zu machen. Schon beeindruckend, wie routiniert die Jungs sind. Jeder Handgriff sitzt. Kein Wunder, denn das kreative Trio und Praktikant Christian sind Absolventen der Studiengänge Maschinenbau, Brauereiwesen und Biotechnologie. Geballtes Wissen also. 
Bevor ich gehe, setzen wir uns an die Bierbank vor der Brauerei. Julian schenkt mir ein Blonde Ale ein. Es ist noch früh am Tag und super heiß draußen. Das feinherbe, sanft perlende Gebräu schmeckt lecker und erfrischend. Es geht mir sofort in den Kopf. Herrlich.

Auf der Webseite der Brauerei gibt es einen »Bierfinder«, der eine Liste von Läden und Kneipen bereithält, wo Ihr das Bier aus Lichterfelde-Zehlendorf kaufen könnt. Seit dieser Woche bietet auch Frau Lüske das Craft Beer an. 
Vom 22.07 bis 30.07.2016 findet die Berlin Beer Week statt. Mehr dazu auf der Webseite des Events. 
Am 30.07.2016 von 12.00 bis 22.00 Uhr findet außerdem ein Brauereifest im Biergarten Maria & Josef, direkt am S-Bahnhof Lichterfelde-West, statt. Die Bier-Initiative Zehli Bräu feiert ihre offizielle Vereinsgründung.

Malz & Moritz, Julian von Angern, Goerzallee 305 E, 14167 Berlin und auf Facebook.
Werksverkauf: Do 13.00 bis 18.00 Uhr

Braumeister Julian 



Beim Bau der Brauanlage
Praktikant Christian


Malz

Max, Julian & Jannis

Ettikettieranlage

Abfüllanlage


Blonde Ale





20. Juli 2016

NANO KAFFEE BERLIN

Zwei Theken für den perfekten Kaffeegenuss

Jetzt steht es fest. AnneLiWest|Berlin wird redesigned. Designer Yoannis und ich sitzen im Nano in Kreuzberg, trinken köstlichen Cappuccino und sprechen über meinen Blog. Was soll bleiben, was müsste verändert werden? Wie kann das Erscheinungsbild in Zukunft aussehen? Am liebsten würde ich alles beim Alten lassen. Aus Gewohnheit. Doch das gute alte Google-Template ist nicht mehr zeitgemäß, der Content (inzwischen sind 500 Beiträge in vier Jahren zusammengekommen) verschwindet irgendwo im World Wide Web und das ist schade. Eine erweiterte Suchmaschine muss her. Außerdem eine bessere Navigation und ein frisches (schönes) Design. Nach unserem Gespräch im Café kann ich es kaum abwarten, was Yoannis vorschlagen wird. Ich gebe meinen Blog in seine Hände und mache erst mal Ferien.
Das Nano in der Dresdener Straße werde ich als den Ort in Erinnerung behalten, an dem ich mich für AnneLiWest|Berlin 2.0 entschied. Seit fast zwei Jahren gibt es das Café, das sich voll und ganz dem Kaffeegenuss verschreibt. Inhaber Ramin Massah und sein Team bedient mal an der Espresso-, mal an der Brew-Bar. Es gibt hier gleich zwei Theken, an denen die Kunst des Kaffeebrühens zelebriert und der Kaffee auf verschiedene Weise und aus den Bohnen der Berliner Rösterei Five Elephant zubereitet wird. Kaffeebohnen und Utensilien zum Brühen gibt es im Nano auch zu kaufen. 
Das Interior, schlicht und reduziert, um dem Kaffee nicht die Schau zu stehlen, gefällt mir gut. Besonders das gelbe Wandpaneel über der Espresso-Bar. Nicht nur Hingucker, sondern auch Müdegästeaufwecker, wenn es draußen grau ist und hier im Nano die Sonne aufzugehen scheint...

NANO KAFFEE BERLIN, Dresdener Straße 14, 10999 Berlin Kreuzberg, Tel: +49 30 252 098 38 und auf Facebook.
Geöffnet: Mo – Fr von 8.30 bis 18.00 Uhr, Sa von 9.30 bis 18.00 Uhr





18. Juli 2016

Das Montagsmöbel #58 – Panton Wire by Montana



Vom farbenfrohen Regalsystem des dänischen Design Labels Montana habt Ihr sicher schon einmal gehört. Montana wurde 1982 von Peter J. Lassen in Dänemark gegründet. Er entwickelte die Module »zur Aufbewahrung sämtlicher persönlicher Gegenstände« – das Montana System. Alle Elemente der Möbelserie können unendlich miteinander kombiniert werden. Es gibt 36 Grundmodule in 4 Tiefen und 42 Farben...
Vielleicht etwas weniger bekannt sind Montanas Designserien, die in Zusammenarbeit mit externen Designern wie Arne Jacobsen oder Verner Panton entstanden. Letzterer entwickelte das Drahtmodul Panton Wire – das heutige Montagsmöbel.

Das Drahtregal kommt luftig und leicht daher, lässt sich wie seine Kollegen des Montana-Regelsystems stapeln, aneinanderreihen oder einzeln einsetzen. Als Raumteiler, Regalboard, Beistelltisch oder direkt auf dem Boden oder an der Wand befestigt. Clips, um die einzelnen Module miteinander zu verbinden, werden beim Kauf mitgeliefert. 
Das Panton Wire misst 35,4 x 35,4 Zentimeter und ist in verchromten Stahl und in den Farben Black, Snow und Moulin Rouge zu haben. 
Vor der in Inchyra Blue gestrichenen Wand unseres Wohnzimmers wirkt Verner Pantons Drahtregal fein und elegant, bewahrt sich aber trotzdem seinen rohen, industriellen Charakter. Eine schöne Kombination.

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Impulse by Communication und Concept Room. Meine Begeisterung für Verner Pantons Drahtregal  bleibt davon jedoch unbeeinflusst.








14. Juli 2016

Polsterei Sitzgefühl im Goerzwerk Berlin

Roman Römer
Thomas und Jörn von room capacity in der Linienstraße haben mich zum Goerzwerk in den Süden Berlins geschickt. »Wenn du mal 'nen coolen Polsterer auf deinem Blog vorstellen möchtest, nimm' Kontakt zu Roman auf. Er hat schon das eine oder andere Vintage-Stück für uns aufgearbeitet...«. 
So mache ich mich auf, um in den historischen Gewerbehöfen von 1915 die »Polsterei Sitzgefühl« zu besuchen. Wo einst Zeiss und Ikon ihre Werkstätten hatten, arbeiten seit einundhalb Jahren Start-Up-Gründer und Kreative wie Roman Römer in den lichtdurchfluteten Räumen und Lofts des Industriedenkmals am Zehlendorfer Stichkanal.  Noch fehlt ein Leitsystem auf dem großen Areal. Der Pförtner erklärt mir sehr gerne den Weg zum übernächsten Hof, Eingang 4, zweite Etage.

Roman ist Raumausstatter-Meister. Zusammen mit seiner Frau Nadine übernimmt er Polster- und Restaurierungsarbeiten aller Art. Er kommt auch zu den Kunden nach Hause, um ein Angebot vor Ort zu machen. Die Arbeit ist für ihn und seine Frau eine Herzensangelegenheit, erzählt er stolz, während wir durch die an die Polsterei angrenzende Fabriketage laufen. Bald wird er noch einige Quadratmeter dieser beeindruckenden Halle einzumieten – Großzügige hohe Räume mit Sprossenfenster-Front hinaus ins Grüne. Roman führt mich herum und schwärmt von seiner Arbeit im Goerzwerk. Hier herrscht Aufbruchstimmung und die »Vibes« unter den verschiedenen Gewerbetreibenden könnten nicht besser sein... 

Polsterei Sitzgefühl im Goerzwerk, Goerzallee 299, 14167 Berlin, Tel: 01631 529 058 und auf Facebook


Das Sitzkissen aus einer alten Schulturnmatte wird von Hand genäht







Von der Twins Company, die ebenfalls im Goerzwerk ansässig ist, bekam Roman den Auftrag, Sitzpoufs und -kissen aus alten Turnmatten herzustellen. Verkauft werden die fertigen Produkte in den Räumen der Twins Company, die sich auf den Wiederverkauf gebrauchten Hotelmobiliars und Second-Hand Möbeln spezialisiert. In der großen Lagerhalle gibt es ein Kuriositäten-Regal, in dem Inhaberin Astrid Eilers immer wieder neue Fundstücke zum Verkauf anbietet. Der petrolfarbene alte Punching Ball liegt seit dem Besuch im Goerzwerk zur Deko bei uns im Wohnzimmer... Schön.

Fundstücke, Twins Company
Goerzwerk

11. Juli 2016

Christo and Jeanne-Claude. The Floating Piers by TASCHEN

Foto: Wolfgang Volz (aus dem Buch abfotografiert)
Wie das Wasser glitzert und das Orange der Stege leuchtet... Wie schön. Und ich konnte es nicht live sehen, hatte keine Zeit zwischen dem 18. Juni und 3. Juli 2016 nach Italien zu fahren, um über das Wasser des Lago d'Iseo zu spazieren...
Für alle, die Christo und Jeanne-Claudes Floating Piers nicht erleben konnten und natürlich auch als Erinnerung für die Besucher des Kunstwerks, hat der TASCHEN Verlag ein wunderbares Buch herausgebracht (auf Englisch und Italienisch), um die vollständige Entstehungsgeschichte dieses vom Wasser getragenen Kunstwerks zu dokumentieren. 
Im Buch findet Ihr Christos Skizzen, Modelle, Dokumente und Entwürfe und viele stimmungsvolle Fotos, die während der zweijährigen Projektphase bis hin zur Eröffnung
entstanden sind. Der Autor Jonathan William Henery, der Sohn von Jeanne-Claudes Schwester, und Fotograf Wolfgang Volz, der bereits seit 1971 mit Christo und Jeanne- Claude zusammenarbeitet, dokumentieren nicht nur Christos einzigartige schöpferische Vorstellungskraft, sondern auch den enormen technischen, bürokratischen und logistischen Aufwand, die die Floating Piers mit sich brachten. Ihr erfahrt, wo und wie die 70.000 Quadratmeter gelber Stoff und die 220.000 Polyethylenwürfel produziert wurden, die vorübergehend den langen Steg über die Oberfläche des Isosees bildeten, der das Festland für kurze Zeit mit den Inseln Monte Isola und San Paolo verband. Auch wie viele Anker aus Beton benötigt und wie sie aufwendig am Grund des Sees angebracht wurden, könnt Ihr im Buch nachlesen. Die Fotos zeigen detailliert den gesamten Prozess  des Kunstprojekts und sogar schon die ersten Gäste, die barfuß über die Stege spazierten. Auch wenn viel mehr Menschen als erwartet Christos Werk besuchten und die Sinnlichkeit wohl eher auf der (drei Kilometer langen) Strecke blieb, hätte ich so gerne auch meine Schuhe in die Hand genommen, um über das Wasser zu wandeln...

Christo und Jeanne-Claude. The Floating Piers, Christo und Jeanne-Claude, Wolfgang Volz, Jonathan William Henery, Softcover mit Klappen, 23,5 x 29,0 cm, 128 Seiten

Das Buch wurde mir vom TASCHEN Verlag zur Verfügung gestellt


Foto: Wolfgang Volz (aus dem Buch abfotografiert)

Collage 2014, Ausschnitt (aus dem Buch abfotografiert)
Foto: Wolfgang Volz (aus dem Buch abfotografiert)
Collage 2014, Ausschnitt (aus dem Buch abfotografiert)

Foto: Wolfgang Volz (aus dem Buch abfotografiert)

Foto: Wolfgang Volz (aus dem Buch abfotografiert)

Foto: Wolfgang Volz (aus dem Buch abfotografiert)

Foto: Wolfgang Volz (aus dem Buch abfotografiert)


Foto: Wolfgang Volz (aus dem Buch abfotografiert)

Auch schön.

Das Montagsmöbel #59 – Barrique Möbel

Foto: Magnus Mewes Heute möchte ich Euch Möbel aus alten Eichenfässern (Barrique) vorstellen.  Die Idee des Designers   Magnus Mewes ...

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