21. Oktober 2016

Die Stone Brewing Company im ehemaligen Berliner Gaswerk



Im ehemaligen Gaswerk in Berlin Mariendorf eröffnete diesen Sommer die europäische Dépendance der amerikanischen Stone Brewing Company. Das 1901 erbaute Gaswerk mit Haupthalle, Nebengelassen und großem Außenbereich bietet nach seiner Sanierung 3200 Quadratmeter Fläche zum Essen, Trinken und Feiern. Eine (Craft)Bier-Event-Location mit zusätzlichem Private Dining Room, Library Bar, einer Mezzanine Lounge mit grandiosem Blick hinunter in die Haupthalle und einem im Garten gelegenen Event Space für 155 Personen – ein historisches Gebäude, in dem früher Züge repariert wurden. Plus gläserner Großbrauerei. Hinter der hohen Glaswand in der Haupthalle steht eine 100 Hektoliter Brauanlage aus Edelstahl. Dort wird täglich das Bier für ganz Europa gebraut. Aus den Zapfhähnen der extralangen Restaurant-Bar fließen 65 Biersorten. Ausgeschenkt wird auch in Probiergläsern, um möglichst viele unterschiedliche Geschmacksrichtungen testen und  sich langsam an den Geschmack der eher hochprozentigen Biere herantasten zu können. Außer Bier wird auch Wein von Winzern aus der ganzen Welt angeboten. Die abwechslungsreiche Speisekarte bietet Spezialitäten aus regionalen Zutaten. 

Lange haben die Stone Brewer Greg Koch & Steve Wagner nach einem Ort gesucht, um mit ihrem, in Amerika höchst erfolgreichen Konzept, nach Europa zu expandieren. Mariendorf ist zwar nicht die hippeste Ecke Berlins, aber das brachliegende Gaswerk-Gelände überzeugte die Amerikaner mit seinem etwas abgebröckelten Charme. Viele Monate und einige Millionen Euro später entstand hier eine Location, die es so in Berlin nicht gibt. Besonders die Größe des Restaurants mit allen seinen Räumen, aber auch die Höhe der alten Halle, die vielen historischen Gaslaternen, das Interior-Design mit beinahe unendlichen Details, die riesige glänzende Brauanlage, ein Shop (Bier und Merchandise-Produkte) und die Bar(s) mit über 60 Zapfhähnen, sind gigantisch und erfüllen den vollständigen Namen »Stone Brewing World Bistro & Garden« mit Sinn. Beim Interior wäre vielleicht weniger mehr gewesen. Selten habe ich so einen fröhlichen Mix an unterschiedlichen  Tischen, Sitzgelegenheiten, Accessoires und Materialien gesehen. So findet aber bestimmt jeder Gast ein Eckchen (und ein Bierchen) ganz nach seinem Geschmack. An amazing place...

Stone Brewing World Bistro & Garden, Im Marienpark 23, 12107 Berlin, Tel: +49 (0)30 21 23 430 und auf Facebook
Täglich geöffnet von 12.00 bis 24.00 Uhr












18. Oktober 2016

Haus W – Licht, Schatten & Kupfer





Die tief stehende Herbstsonne scheint durch die großen Fensterflächen auf den Küchentresen. Christine und ich unterhalten uns beim Kaffee über das Leben in diesem außergewöhnlichen Haus im Südwesten Berlins – im Haus W. 
So hieß 2006 das Projekt des Berliner Architekturbüros »pott architects«, das damals die Wünsche der fünfköpfigen Familie umsetzte und ein Zuhause schuf, in dem sich Christine und ihre Familie bis heute sehr wohl fühlen. Die beiden Hunde scheinen das Leben im Haus W ebenfalls zu genießen. Sie suchen sich während unseres Treffens ständig neue Plätze in der Sonne, um anschließend wieder aufzuspringen und umher zu rennen. 
Christine erzählt mir, wie sie als Familie gemeinsam mit den Architekten überlegten, wie sich der Wunsch nach viel Raum, großzügigen Flächen, Rückzugsmöglichkeiten, viel Licht und nicht zuletzt Nachhaltigkeit umsetzen ließe. Das Ergebnis seht Ihr auf den Fotos. Selten habe ich ein so helles und luftiges Haus gesehen. Riesige Fensterflächen, hohe Wohnräume, schöne Sichtachsen, ein Kamin, der sich bis unter das Dach erstreckt (über 7 Meter!), offene Treppen, die zu einem Zwischengeschoss mit Sofaecke und weiter bis zu den Schlafräumen im ersten Stock führen und Baustoffe, wie heller Jura-Marmor, weiß lackiertes Metall und Holz – architektonische Lösungen und Materialien ganz nach den Vorstellungen der Bauherren. Beeindruckend sind die passgenauen Einbauschränke, die sich über die komplette hintere Gebäudewand ziehen. Somit gibt es nicht nur in der Küche, sondern auch im Wohnbereich und in den Fluren reichlich Stauraum. Wer (mehrere) Kinder hat, weiß, wie wichtig gerade dieser Aspekt ist. 
Christine führt mich durch das Haus, zeigt mir alle Details und zuletzt auch die an die Küche grenzende Terrasse und den Garten. Von hier aus fällt der Blick unweigerlich auf die ungewöhnliche Gebäudeform und die nachhaltige Fassadengestaltung aus Kupfer. Irgendwie irre dieses Haus. Und garantiert einzigartig. Danke für den Kaffee und noch viele schöne Jahre im Haus W, Christine!



Licht & Schatten
Luftige Höhe
Von der oberen Etage aus fotografiert...
Deckenhohe Einbauschränke im Flur



Auch in der Küche bieten Einbauschränke viel Stauraum

Langlebig – die Fassade aus Kupfer

12. Oktober 2016

Chiharu Shiota – Uncertain Journey @ Blain|Southern


Über die blutrote Installation in der Schöneberger Galerie Blain|Southern ist bereits viel in den Medien berichtet worden. Gerne würde ich mich der Lobpreisungen dieses Raum-Wunders anschließen und Euch, die Ihr noch nicht die Gelegenheit hattet, das Werk Chiharu Shiotas zu bestaunen, unbedingt in die Potsdamer Straße schicken wollen.
Der über 7 Meter hohe Galerie-Raum wurde in dreiwöchiger Arbeit von einem zehnköpfigen Team, mit einem roten Netz aus roten Acryl-Wollfäden ausgefüllt. Von der Decke scheint es sich hinunter auf die schwarzen Bootsskelette aus Metall zu ergießen, verwebt sie miteinander. Und uns, die Besucher, gleich mit. Wir werden eins mit dem Kunstwerk, bestaunen die Intensität der Farbe, des Materials und fragen uns, was Chiharu Shiota mit diesem geradezu organischen Etwas zum Ausdruck bringen möchte. 
Die eigens für diesen Raum konzipierte Installation »Uncertain Journey«, die blutroten Fäden, stellen das Innere des menschlichen Körpers dar, das komplizierte Geflecht der neuronalen Verbindungen des Gehirns, erklärt Chiharu. Gleichzeitig möchte die Künstlerin die Fäden als eine Analogie für menschliche Beziehungen und Netzwerke, für eine (Lebens)Reise in die Zukunft mit all ihren Weggabelungen und Ungewissheiten, verstanden wissen. Die Boote tragen uns, helfen dabei, diesen doch so unsicheren Weg zu beschreiten und ein Gefühl der Zugehörigkeit und des Verbundenseins zu vermitteln.

Schaut Euch »Uncertain Journey« an, begeht den Raum, wandert hindurch, lasst ihn auf Euch wirken und werdet Teil des großen Netz-Werkes... Sehr empfehlenswert.

Chiharu Shiota, Uncertain Journey, Blain|Southern, Potsdamer Sr. 77-87, 10785 Berlin, Tel:+49 (0)30 6449 31510
17. September bis 12. November 2016
Geöffnet Di –Sa von 11.00 bis 18.00 Uhr 





10. Oktober 2016

GRANIT Berlin

»Wer sein Leben vereinfacht, hat mehr Zeit zum Leben« – Das dachten sich Anett Jormeús und Susanne Liljenberg, als sie vor fast 20 Jahren in Stockholm GRANIT gründeten. Ein Lifestyle-Unternehmen mit Fokus auf funktionale und zeitlose Aufbewahrung und Wohnaccessoires. 
Wenn Ihr eine Vorliebe für Ordnung habt, gerne Dinge verstaut, aufräumt oder die Wohnung öfter mal umdekoriert, mögt Ihr das monochrome Sortiment aus Skandinavien bestimmt sehr. In der Rosenthaler Straße in Mitte hat gerade der erste Berliner GRANIT Store eröffnet. Neben Körben, Kisten, Ordnern, Gläsern und vielen anderen praktischen und schönen Dingen für Büro, Küche, Bad oder Wohnzimmer, könnt Ihr sogar Übertöpfe inklusive Zimmerpflanzen kaufen. Passend zum Urban Jungle Hype ist gerade eindeutig Grün die Zusatzfarbe im Store. Sonst ist alles so schön schlicht und grauschwarzweiß hier...

GRANIT, Rosenthaler Str. 13, 10119 Berlin 









7. Oktober 2016

Schnitzelei Mitte

In einem ruhigen Hinterhof zwischen Novalis- und Chausseestraße eröffnete am Mittwoch Abend die Schnitzelei Mitte. Stefan Schneck und sein Team luden ein, mit ihnen auf die neue Location anzustoßen. Die Schnitzelei ist bereits das fünfte Restaurant des Schweizers. Alpenländische Küche unter dem selben Namen gibt es in Charlottenburg bereits seit elf Jahren. Unter dem Motto »Kreativ mit Klassikern umgehen« werden dort neben dem klassischen Wiener Schnitzel und deutschen Tapas (viele verschiedene und so lecker) auch Kreationen wie das vegane Austernpilz-Schnitzel, ein gesottenes Schnitzel oder auch gerne einmal Fisch als Schnitzel angeboten. Dazu gibt es ausgesuchte (Craft)Biere, Weine und Obstbrände von kleineren Erzeugern.
Das Konzept bleibt in Mitte gleich, die Location ist neu. Die ehemaligen Räume von Sarah Wieners Speisezimmer bieten Platz für 120 Gäste. Im Sommer könnt Ihr auch im Hof Platz nehmen. Zudem gibt es eine gemütliche Lounge, wo Ihr auf Sofas und Sesseln vor einem Wandrelief aus Holzschindeln auch mal nur ein Bier oder Wein bestellen könnt. Ein paar Tapas dazu – Da kann die kalte Jahreszeit gerne kommen. 
Die Schindeln aus Weißtanne mit den wunderschönen Farbverläufen geben dem Gastraum eine ganz spezielle Atmosphäre. Stefan Schneck erzählte mir, wie viel Arbeit in den beiden Reliefs stecke. Jede einzelne Schindel wurde per Hand (in Niederbayern) ausgewählt, auf Maß beschnitten, eingefärbt, an den Wänden vor Ort probegehängt und schließlich verklebt. Wie schön das Ergebnis geworden ist, könnt Ihr auf den Fotos sehen, die am Mittwoch spontan entstanden. Zum Fotografieren »aus der Hüfte«, wie ich es immer gerne mache, waren zwar die Lichtverhältnisse nicht optimal, aber Ihr könnt sicher trotzdem erkennen, wie das Holz, zusammen mit den roten Backsteinwänden, den Eichenmöbeln und den vielen Glasleuchten ein stimmiges (Interior) Konzept ergibt. Neben dem großzügigen Gastraum mit Lounge und Bar gibt es in der Schnitzelei Mitte auch eine Showküche mit Kaminofen und Platz für 40 Gäste. Dieser Bereich lässt sich bei Bedarf abtrennen. 
Während der Eröffnungsfeier wurden immer wieder kleine und große Köstlichkeiten gereicht. Vom Obazda über gratinierten Ziegenfrischkäse mit Honig und Thymian bis hin zum Tomaten-Bierbrot-Salat, von Mini Königsberger Klopsen bis zur Berliner Currywurst – deutsche Tapas eben. Wir lobten begeistert die gute und abwechslungsreiche Küche, worauf Stefan Schneck mit einem Lächeln antwortete: »Das ist bei uns so wie bei Ravensburger – von 3 bis 99 ist für jeden etwas dabei... Schön.

Alle weiteren Informationen zur Schnitzelei findet Ihr auf der Webseite. Einen Blick in die Speisekarte könnt Ihr hier werfen.

Schnitzelei Mitte, Chausseestr. 8 oder Novalisstr. 11 im Hinterhof, 10115 Berlin
Tel: 030 - 32 51 94 22 und auf Facebook
Mo – So von16.00 bis 24.00 Uhr, Küche bis 23.30 Uhr







4. Oktober 2016

Lampionblumen & Makramee

Jetzt ist es ganz plötzlich Herbst geworden. Die Sonne hat an Kraft verloren, die Blätter verfärben sich oder fallen bereits zu Boden. Von mir aus hätte dieser außergewöhnliche Berliner Sommer gar nicht aufhören müssen. Zum Trost gibt's die Natur. Ihre Farben. Ihre Orange- und Rottöne. 
Meine Freundin Andrea brachte mir zum Kaffee einen Gruß aus ihrem Garten mit. Rote Beeren und einen Zweig Lampionblumen. In der Glasflasche im Makramee-Kleid, die ich bei Léonce Concepts gefunden habe, werden die Blumen zum Power-Herbst-Design-Objekt. Wie schön.



Auch schön.

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